Athena gegen fromme Idioten

Die kleine Athena gegen fromme Idioten

AA: Athena denkt im Stillen

A: Athena

M: Mama

P: Papa

T: Schwester von Papa

AA: Der Papa redet Deutsch am Telefon. Dieser Krieg geht nie zu Ende! P: Jawohl! So wird’s gemacht. Auf wiederhören! Athena, du gehst ins Kloster! A: Nein! P: Es wird getan was ich sage! Ich habe das Sagen hier! A: Du, oder deine dumme Freunde? (Papa ist jetzt wütend. Athena rennt zu Mama) A: Mama! M: Was ist los? P: Sie widerspricht. Sie benimmt sich wie ein Bub. A: Dann will ich ein Bub sein. Mama, warum bin ich kein Junge? M: Manchmal frage ich mich auch. P: Ich schicke sie ins Kloster. (Heftiger Streit zwischen Mama und Papa erfolgt. Der Papa geht)

(Einige Stunden später, Mama redet am Telefon) M: Sag mal Sophia, ist dein Bruder verrückt geworden? Das Kind weint den ganzen Tag. Sie hat Angst und sie hat versucht sich zu verletzen. Ich habe alle Messer versteckt. Wenn ihr etwas Schlimmes passiert, ich mache euch verantwortlich! (Pause) Nein, sie bleibt bei mir! Sie muss die Schule beenden. Wenn sie volljährig wird und ins Kloster gehen will, dann habe ich nichts dagegen. Sie ist jetzt ein Kind. (Pause) Es hat mit der Erziehung nichts zu tun. Deine Brüder sind auch nicht gleich. Wenn er so weitermacht, am Montag gehe ich zum Anwalt. Ich bringe es bis zu der Scheidung! (Pause) Ich habe gute Freunde. Sie werden mir Geld leihen. (Pause) Ich akzeptiere keine Erpressung! Wenn er es schafft mir alle Kinder wegzunehmen, wer zieht sie dann groß? Willst du etwa übernehmen? (Pause) Ich werde kein Kind aufopfern. Entweder habe ich alle meine Kinder, oder keins! (Pause) Ok! Dann ziehe ich zu meinem Bruder nach Berlin und ich führe Krieg gegen euch! (Pause) Ich vertraue euch nicht! (Pause) Wenn du meinst du kannst helfen, sie kommt zu dir, aber du versprichst, am Sonntag ist sie wieder zurück! (Pause) Du sollst bei Gott schwören! (Pause) Ich glaube nicht an Gott, aber du glaubst! (Pause) Wenn sie am Sonntag nicht zurück ist, am Montag gehe ich zum Anwalt! Du kennst mich, ich werde es tun! (Pause) Bei Gott! (Pause) Ok, er soll sie abholen. Ich rufe später dich an! Tschüss! Athena, zieh dich um, du gehst zu deiner Tante. A: Ich verpasse morgen die Schule. M: Macht nichts, du gehst am Montag wieder hin. Ich gehe morgen in die Schule um mit deiner Lehrerin zu reden. Sie soll mit deinem Vater reden um dir zu helfen. Du muss die Schule beenden. A: Ich habe Angst, sie bringen mich dann ins Kloster. Ich kenne die Tante nicht so gut. M: Die Tante Sophia ist besser als die anderen. Und Angst vor Gott hat sie auch. Sie wird dir helfen. Aber du versprichst mir, du bleibst brav. A: Nur wenn sie mich nicht ins Kloster schicken will. M: Ok.

(Athena bei der Tante. Die bösen Tanten sind auch da. Athena redet nicht. Die bösen Tanten sprechen Dialekt. Athena versteht fast kein Wort. Die bösen Tanten gehen. Papa auch. Athena bleibt mit Tante Sophia allein) T: Warum willst du keine None werden? A: Ich will bei meiner Mama bleiben und die Schule beenden. T: Es gibt nichts Besseres als None zu werden. Du wirst ein gutes Leben führen und wenn du stirbst, dann gehst du ins Paradies. A: Warum bist du dann nicht None geworden? T: Meine Mutter wollte mich verheiraten. A: Und meine Mutter will das ich studiere. Sie will mich nicht ins Kloster schicken. T: Dein Vater ist aber nicht damit einverstanden. A: Aber ich will nicht und meine Mama auch nicht. Es steht zwei zu eins. Ich habe gewonnen. T: Nein, weil wir wollen dass du hingehst. Wir sind mehr. A: Ihr gehört nicht zur Familie. T: Doch, wir sind Papas Geschwister. A: Wenn Mamas Geschwister hierher kommen, dann sind wir mehr. T: Sie sind aber weit weg und du tust was wir sagen. A: Dann springe ich vom Fenster raus. T: Dann stirbst du. (Athena weiß, das Fenster ist nicht hoch genug) A: Egal. Besser als ins Kloster zu gehen. Dann kriegt ihr Ärger von meiner Mama. T: Du traust dich nicht. (Athena springt vom Fenster raus. Ihr passiert nichts. Sie geht wieder ins Haus) T: Du hast Glück. Gott hat dich gerettet. A: Das nächste Mal werde ich auf dem Dach klettern und dann kann er mich nicht retten. T: Du bist nicht brav! Gott wird dich bestrafen! A: Er wird euch alle bestrafen, weil ihr schlecht zu mir seid. Und dann ihr geht in die Hölle. T: Deine Mama wird in die Hölle gehen. A: Nein, weil sie besser ist. T: Woher weißt du es? A: Der Pfarrer sagt, die Mama gehört zu den besten Menschen. Ich habe es gehört. T: Und woher weiß er das? A: Er ist ein Pfarrer. Sie wissen über alles Bescheid. (Die Tante schweigt) T: Wir gehen in die Kirche, aber deine Mama nicht. A: Es spielt keine Rolle. Der Onkel sagt, nicht alle Menschen die in die Kirche gehen, kommen ins Paradies. T: Dein Onkel ist gut und er ist mein Bruder. Er nimmt uns mit. A: Nein, Gott ist gerecht, er lässt nur die Guten rein. T: Wenn du ins Kloster gehst, wirst du auch gut. A: Ich bin gut. T: Nein, bist du nicht. A: Woher weißt du es? Die Mama kennt mich, du nicht! T: Wenn du eine None wirst, wenn du stirbst gehst du ins Paradies. Garantiert! A: Dann sterbe ich lieber gleich! Der Onkel sagt, wenn kleine Kinder sterben, werden sie zu Engel. T: Du sollst aber noch nicht sterben. Du muss groß werden und auch Kinder bekommen. A: Wenn ich eine None werde, dann kriege ich nie Kinder! T: Doch. A:Nonen dürfen keine Kinder bekommen. Du lügst! Gott wird dich bestrafen! T: Vielleicht, er will das du eine None wirst. Es ist sein Wille! A: Nein, er will es nicht. Manche böse Menschen wollen es. T: Woher weißt du es? A: Gott hat es mir gesagt! T: Gott redet nicht. A: Wenn er hören kann, kann er auch reden. T: Er hört nicht. A: Warum beten wir dann? T: Er kann hören, aber er kann nicht reden. A: Doch, mit mir redet er. T: Zu mir sagte er, du sollst None werden. A: Du lügst! Er wird dich bestrafen! T: Du hast gesagt, er redet. A: Nur um dich zu checken! T: Du bist klug! A: Dann muss ich die Schule beenden. Nicht ins Kloster gehen. T: Mädchen dürfen nicht klug sein. A: Aber wenn der lieber Gott mich so geschaffen hat! T: Wegen dir haben wir aber Ärger. Dein Cousin hat Probleme, weil er dir etwas verraten hat und du hast es deiner Mutter erzählt. A: Er hat nichts verraten, mein Vater hat mir meine Zwillingsschwester gezeigt und jetzt sagt er, dass ich lüge. Mein Cousin hat es nur bestätigt. T: Warum? A: Ich war traurig und er hatte Mitleid mit mir. T: Du hast ihm aber versprochen, dass du nichts weitersagst. Sein Versprechen muss man halten. A: Ich halte mein Versprechen. Ich habe nichts gesagt, ich habe es geschrieben! T: Deswegen will dein Vater, dass du nichts mehr lernst. Du darfst nicht alles schreiben. Nur was die Lehrerin von dir verlangt. A: Wir haben aber Demokratie. Alle Menschen sind frei. T: Nein. A: Doch, die Militärdiktatur ist vorbei. T: Mein Mann ist aber kein Demokrat. Er wird deinen Cousin töten. A: Wenn er kommt, ich sage ihm die Wahrheit. T: Dann tötet er dich. A: Nein, weil er Angst vor meiner Mama hat. Dann wird sie ihn töten! T: Hast du keine Angst vor ihm? A: Nein. T: Wenn du die Wahrheit sagst, er wird dich schlagen. A: Besser, als das mein Cousin stirbt. T: Er wird dich hart bestrafen. Vielleicht gehst du ins Krankenhaus. A: Nein, meine Mama wird dann wütend. Tut er nicht. T: Welche Strafe macht deine Mama nicht wütend? A: Die Lehrerin hat mal mit einem Stock meine Hände gehaut und die Mama sagte nichts. T: Macht es deine Lehrerin oft? A: Nein, sonst ist sie immer lieb. Aber ich hatte sie genervt. Ich habe viel geredet. T: Mit wem? A: Mit der Luft. T: Bist du verrückt? A: Nein Tante, ich habe mit meiner Zwillingsschwester geredet. T: Sie ist aber nicht hier. A: Ich weiß Tante, ich bin nicht blöd. Ich mache nur so als ob! T: Warum tust du es? A: Sie muss zu uns kommen. T: Sie will nicht. A: Doch, sie will. Sonst wäre ich ruhig. T: Woher weißt du es? A: Sie hat es mir gesagt. T: Sie kann kein Griechisch. A: Sie hat es mit den Augen gesagt. Sie sagte, Athena hilf mir, ich will zu euch. T: Augen sprechen nicht. A: Doch Tante, sie hat mich angeschaut und ich habe es gelesen. Ich schwöre es dir. Bei Gott! T: Du darfst nicht schwören, du bist ein Kind. A: Wenn du mir nicht glaubst! T: Ich glaube dir. Du darfst dir keine Sorgen machen, sie hat es gut dort. A: Nein Tante, die Frau die sie geklaut hat, ist böse. T: Woher weißt du es? A: Ihr Gesicht ist böse. T: Der Man auch? A: Nein. T: Dann passt er auf sie auf. A: Es reicht nicht. Sie braucht die Mama. T: Wenn du so weitermachst, gehst du ins Kloster. Und dein Cousin stirbt. A: Er stirbt nicht, ich werde dem Onkel die Wahrheit sagen. T: Wenn er dich bestrafen will, bleibst du still? A: Nur wenn du mir versprichst dass ich nicht ins Kloster gehen muss. T: Es ist nicht so einfach. A: Wenn ich hingehe, werde ich nichts mehr essen, um zu sterben. T: Du kannst es nicht aushalten. A: Doch, frag die Mama. Zu Hause esse ich nichts und ich kippe um und dann weint sie. T: Warum isst du nicht? A: Ich streike. Meine Schwester soll hierher kommen. Mama sagte du seiest gut und du willst mir helfen, aber es stimmt nicht! T: Versprichst du mir dann, dass du nicht wieder über deiner Zwillingsschwester sprichst? A: Nein. Dann vergesse ich sie. T: Dann gehst du ins Kloster. A: Dann bringe ich mich um und ihr seid daran schuld. T: Du sollst warten bis deine Schwester groß ist. Dann trifft ihr euch. A: Ich weiß nicht wo sie ist. T: Ich werde es dir sagen. A: Bis ich groß bin, bist du vielleicht tot. T: Willst du das ich sterbe? A: Nein Tante, aber alle Menschen werden sterben und du bist viel älter als ich. T: Ich werde nicht so bald sterben. Du sollst ihren Vornamen aufschreiben, dass du sie nicht vergisst. (Die Tante nennt den Vornamen. Athena schreibt den Namen mehrmals auf einem Zettel: Χέλγκα) A: Dieser Name gefällt mir nicht gut. T: Was hättest du gerne? Sie ist noch nicht getauft. Wenn sie getauft wird, bekommt sie einen schönen Namen. A: Wir sollen sie nach einer Blume nennen. Margarita zum Beispiel. T: Ok, ich werde mit deinem Vater reden und du gehst nicht ins Kloster, aber du sagst deinem Onkel dass dein Cousin nicht schuldig ist und du erzählst nie wieder deiner Mutter von deiner Schwester. Versprichst du mir das? A: Die Mama ist doof. Sie glaubt mir sowieso nicht. T: Sage es nie wieder! Deine Mama ist ein guter Mensch und denkt sie, dass alle so sind. A: Tante, du bist auch klug. T: Du darfst niemandem erzählen dass deine Tante klug ist, dann kriege ich Ärger! Und von deiner Schwester, erzählst auch nichts mehr. A: Ehrenwort Tante!

(Der Papa kommt. Am Anfang  sprechen die beide Dialekt) P: Komm, ich bringe dich nach Hause. Sophia, bist du ganz sicher? T: Mach dir keine Sorge, sie hat es mir versprochen. Du hättest die beiden nicht trennen dürfen! P: Andere Geschwister sind auch getrennt. T: Aber diese sind Zwillinge. Sie gehören zusammen, weil sie noch klein sind. P: Jetzt ist es passiert. T: Du sollst die andere taufen lassen! Sonst Gott wird dich bestrafen!

(Athena fährt mit Papa zurück) P: Bist du jetzt zufrieden, das deine Hände wund sind? A: Besser als ins Kloster zu gehen. T: Wenn du wieder redest, du gehst doch hin! Und Prügel gibt es auch! A: Ich habe keine Angst. P: Du muss Angst haben! A: Der Onkel sagt, Gott straft nur die bösen. P: Mir egal was dein Onkel sagt, du hältst jetzt deinen Mund! A: Ich habe es der Tante versprochen. Sein Wort muss man halten. P: Schreiben darfst du auch nicht! AA: Jetzt muss ich heimlich schreiben, wie die Griechen im 18en Jahrhundert. A: Besser, wären die Türken wieder da! T: Schäm dich sowas zu sagen! Ist das, was du in der Schule lernst? A: Nein, aber die Lehrerin sagte, die Griechen haben heimlich gelernt, weil es von den Osmanen verboten war. Du bist auch so wie sie. P: Du hast keine Ahnung! Die sind alle schlecht. A: Nein, die Mama sagt, sie sind nicht alle schlecht. P: Woher weißt sie es? A: Ihr Opa war mit Türken befreundet und sie mochten ihn sehr! P: Deine Mama ist dumm! Sie haben ihn vertrieben! A: Die bösen Türken haben ihn vertrieben, nicht die guten! P: Deine Mutter macht dich kaputt! (Athena schweigt. Der Papa denkt nach) P: Ich werde deine Sachen durchsuchen und wenn ich etwas über deine Schwester finde, du bist verloren! (Athena weint) AA: Idiot! Eines Tages wird die ganze Welt wissen, wer du wirklich bist!


(Athena zu Hause) M: Was ist mit deinen Händen los? Es sieht schlimm aus! A: Ist gut Mama, sonst hätte der Onkel meinen Cousin getötet. M: Was hat er getan? A: Ich darf es dir nicht sagen. M: Du muss es mir sagen, damit ich ihm helfe! A: Ich habe der Tante versprochen, ich sage nichts und er kriegt jetzt keinen Ärger. (Mama geht ans Telefon. Sie telefoniert mit der Tante. Sie legt auf) M: Recht ist es dir passiert! Du warst nicht brav. Du wolltest immer wieder vom Fenster rausspringen. Die Menschen hatten Angst, dass du dich verletzt und dann ich böse auf sie bin! A: Nein Mama, ich bin rausgesprungen, weil die Tante mich ins Kloster bringen wollte. M: Hör auf! Deine Tante lügt mich nicht an.
AA: Es ist unfassbar! Alle Erwachsenen sind bescheuert!

Eine WAHRE GESCHICHTE

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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