Athena gegen Bullen

Glücksfall oder Unfall?

 

AA: Athena denkt im Stillen

A: Athena

M: Mama

P: Papa

BP: Bekannte von Athena

Sommer 1987 – Zwei Touristinnen kommen in Mamas Laden. Die eine ist uns bekannt, sie kommt öfters. Die andere trägt dicke Brille, wie Nana Mouschouri. Sie bringen einen jungen Mann mit. Εr braucht Tauchgeräte und er ist enttäuscht, weil er nirgendwo finden kann. Die Mama berät ihn. Er findet was er braucht, aber er will es billiger haben. Viel billiger! Die Mama macht einen guten Preis, er will es noch billiger haben! Mama lacht. Er setzt seinen Scharm ein und er will es noch billiger! Athena mischt sich ein.

A: No, we don’t sell. You have to go to another Shop.

Er schaut sie an, als hätte sie ihn gehaut, er spielt Theater!

M: Was hast du ihm gesagt?

A: Er soll woanders Einkaufen gehen.

M: Woanders  findet er nicht was er braucht.

A: Gerade deswegen. Du hast die Oberhand!

M: Gehe weg, misch dich nicht ein. Ich verkaufe!

AA: Scheiße! Er wird sie rumkriegen!

Die Frauen lachen. Er besteht, die Mama lacht ihn ständig an, sie gibt nach. Er kriegt alles was er braucht zum halben Preis. Null Gewinn! Ein Geschenk kriegt er auch noch! Athena wird rot vor Wut. Die Frauen merken es und sie lachen. Er lacht die Athena an und er geht.

A: Dieser Dreckskerl! Er macht sich über mich lustig auch noch! Mama, bist du verrückt geworden?

Die Frauen lachen.

M: Nein, ich mag ihn.

A: Du bist dumm! Er hat dich reingelegt!

M: Ich weiß, ich gönne es ihm. Er wäre was für dich. Er hat es geschafft dich zu ärgern, ohne mit dir ein Wort zu tauschen.

Athena schreit

A: Nimm du ihn, wenn er dir so gut gefällt! Er ist geizig, wie der Onkel Dagobert!

Die Frauen sind ein wenig verwirrt wegen des Streits.

M: Du spinnst, er könnte locker mein Sohn sein. Frage sie, wer ist dieser Mann?

Athena hat geringe Fremdsprachkenntnisse. Sie versucht sich durch eine Mischung aus Deutsch, Englisch und Französisch, mit einer der Frauen zu verständigen. Die eine Touristin zeigt die Frau mit der dicken Brille. Sie sagt, er ist ihr Sohn.

A: Er ist der Sohn dieser Frau.

M: Sage ihr, sie soll stolz auf ihn sein. Sie hat ein tolles Kind!

Athena ist verärgert, aber sie übersetzt. Sie wollen wissen woher es die Mama wisse.

M: Ich sehe es. Wenn ich einen Mensch sehe, ich weiß wie es innerlich aussieht.

Athena erklärt. Die Frauen lachen.

A: Sag mal Mama, bist du völlig daneben?

M: Er gefällt mir. Die meisten Männer zu denen du Kontakt hast, sind Scheiße!

A: Wenn ich richtig verstanden habe, er will Polizist werden. Du magst die Bullen nicht.

M: Ihn mag ich aber!

Athena schreit wieder.

A: Du wolltest aber nicht das ich Polizistin werde!

 M: Jetzt darfst du schon. Die Diktatur ist längst vorbei.

Athena könnte vor Wut platzen. Die Frauen merken es und lachen.

A: Ich bin zu klein, es geht nicht.

M: Umso besser für die Polizei. Falls du hingehst, du bringst sie durcheinander!

Die Frauen lachen.

M: Mach deine Augen auf. So einen Freund sollst du finden. Ich verlange nicht, das du heiratest. Habe ich nie von dir verlangt. Aber deine Freunde, sollst du auswählen.

Athena schreit wieder.

A: Ich werde nie den passenden Freund bekommen, weil du mich in diesem beschissenen Dorf gefangen hältst!

M : Schrei nicht so.

Athena geht. Sie will weeeeeg von Mama, um sich zu beruhigen.

 

(einige Tage später)

P: Möchtest du nach Österreich ziehen?

(kurzes Gespräch folgt)

P: Überlegt es dir.

A: Ok,  ich will es mir überlegen.

 

(später)

A: Wieso fragt mein Vater plötzlich ob ich hier weggehen möchte? Er hat sich sonst nie für mich interessiert. Und meine Mutter hat nichts dagegen. Komisch!

BP: Du hast doch mit deiner Mutter einen Streit gehabt. Anlass war der Tourist, der dich geärgert hat. Ihr ist klar geworden, dass du hier raus sollst.

A: Unglaublich, wie ein Fremder mein Leben beeinflussen kann! Ich habe ein Schwein!

BP: Du kennst ihn doch!

A: Bekannte Schnauze. Woher kenne ich ihn?

BP: Er hat dir das Windsurfen beigebracht.

A: Ah! Ein Typ hat es mal versucht, aber es war sehr windig und wir hatten den Unterricht abbrechen müssen.

BP: Uns ist etwas anderes erzählt worden. Er war wegen dir durcheinander und konnte nicht mehr unterrichten.

A: Was meint ihr jetzt?

BP: Verstehst du nicht? Bist du blöd?

A: Quatsch. Wollt ihr mich verarschen? Ich weiß wie ich aussehe. Es gibt viele schönere Frauen.

BP: Du bist naiv. Es spielt keine Rolle. Du bist jung und knackig in deinem Badeanzug, viele Männer stehen auf dich!

Athena macht Mund und Augen auf.

A: Scheiße!

BP: Freust du dich nicht?

A: Nein!

Athena schmeißt sich auf dem Stuhl. Sie wird „Ohnmächtig“. Die anderen lachen.

BP: Hör auf damit! Du kannst nicht so gut Theater spielen.

Athena stöhnt.

A: Wenn es so ist, ich werde nie gut genug windsurfen lernen! Mist!

BP: Du liegst da wie ein Penner. Benimm dich!

Athena setzt sich aufrichtig und macht ihre Augen auf.

A: Ich ziehe nach Innsbruck!

 

Athena kann heute noch, nicht gut genug windsurfen.

Eine WAHRE GESCHICHTE

 

      

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
Dieser Beitrag wurde unter Entertainment veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s