Athena gegen dumme Juristen

November-Dezember 1992

A: Athena
AA: Athena denkt im Stillen
R: Rania
S: Schwester von Athena (sie lebt in Griechenland)
D: Dimitris, Freund von Rania
E: eine der Personen
N: netter junger Mann
S: Stelios
P: PontiosNovember 1992 Führt

Athena redet am Telefon
A: Ich werde versuchen am Freitag zu kommen. R: Gut, ich freue mich. Unsere Freunde aus Erlangen, kommen auch hierher. Wir wollen dein Geburtstag feiern. Ein Freund, hat am gleichen Tag Namenstag.
einige Tagen später
R: Wir müssen den Termin verschieben. Unsere Freunde kommen eine Woche später und wir wollen dich dabei haben. Ist es für dich ok? A: Kein Problem, eine Arbeitskollegin will mit mir mein Geburtstag feiern. Sie besteht darauf.
später, am Telefon mit Schwester
A: Die Tante sagt, ich soll nicht nach Straßburg. Sie meint, ich kenne diese Leute nicht so gut.
S: Spinnst du? Sie sind gute Freunde von mir, ganz in Ordnung. Wieso macht sich die Tante keine Sorgen, das du in einer WG unter komischen Menschen wohnst? Warum hilft dir keiner eine richtige Wohnung zu finden? Meine Freunde sind in Ordnung, du sollst sie unbedingt besuchen.
A: Ich denke, du hast Recht. Ich will auch hin.

Anfang Dezember-Straßburg
R: Schnell, mach dich bereit, wir haben auf dich gewartet, wir gehen essen.
Im Restaurant. Am Tisch sitzen um die 10 Personen. Es wird diskutiert. Auf Griechisch, aber auch auf Französisch. Athena versteht nicht alles. Ihr wird erklärt, es gibt eine Auseinandersetzung. Manche behaupten Griechenland befindet sich zurzeit in der Entwicklungsfase. Andere sagen, Griechenland sei unterentwickelt. Athena sagt, weder noch. Griechenland sei vorne. Alle lachen darüber. Athena behauptet, die Menschen hier seien viel zu konservativ, ihr Geist sei nicht frei.
E: Dort wo du lebst, in Bayern, es ist vielleicht so. Berlin ist ganz anderes.
Athena sagt, sie wisse nicht, wie es woanders ist, aber dort wo sie wohnt, die Menschen seien verwirrt, vor allem was die Sexualität betrifft. Sie seien entweder asexuel, oder schlampig. Sie haben das Gleichgewicht verloren. Ranias Freund setzt sich neben Athena. Er will die Diskussion in die Praxis umsetzen. Athena trägt eine kurze rote Winterhose, dicke Strumpfhose und Stiefel. Er legt seine Hand auf ihren Oberschenkel. Athena legt seine Hand zurück. Er wiederholt. Es passiert immer wieder. Athena schlägt zu.
D: Du hast Komplexe! A: Dein schlampiges Verhalten akzeptieren zu müssen, hat nichts mit der sexuellen Revolution zu tun!
Rania lacht. Sie sitzt ihr gegenüber. Sie will von einem Mann wissen, wie der Satz „ich liebe dich“ in mehreren Sprachen lautet
E: Athena, sie kopiert dich. Du wolltest es auch mal wissen. A: Woher weißt du es? E: Man hat es uns erzählt. Kannst du dich daran erinnern? A: Nein.
Ranias Freund macht weiter mit seinem Quatsch. Es kommt zu Streit mit Ranias Freund. Athena beschimpft ihn
D: Wenn du so weiterschimpfst, du übernachtest im Freien.
Athena weiß, er meint es nicht wirklich
A: Kein Problem! N: Athena, du darfst bei mir schlafen. A: Danke. D: Er sagt es nur um dich zu kriegen. E: Ja, er wohnt allein, in einem Zimmer. N: Kein Problem Athena, ich werde dich nach Hause begleiten und ich werde bei einem Freund übernachten.
Dies ist die Gelegenheit für Athena, die anderen zu ärgern
A: Nein, mir ist lieber du bleibst auch zu Hause und wir schlafen zusammen. Wenn wir uns gut verstehen, werden wir Spaß haben! E: Siehst du? Er hat dich schon in der Hand! N: Nein, du schläfst alleine, ich gehe zu meinem Freund und wenn du möchtest, wir können in Kontakt bleiben. E: Er gibt nicht auf! Er will dich kriegen! A: Ich sehe unter mehreren Juristen die am Tisch sitzen, nur einen einzigen Mann der sich anständig verhält. Er ist kluger als ihr alle zusammen und wenn er es schafft mich zu bekommen, wisst ihr was? Ich gönne es ihm! Ihr wollt nicht zugeben dass er euch überlegen ist! Rania, heute schlafe ich bei ihm, wir sehen uns morgen wieder. R: Nein! Ihr Idioten! (sagt sie zu den anderen) Ihr verdirbt den Spaß morgen! Athena, du bist unser Gast, du schläfst bei uns!

später, auf dem Rückweg
R: Gehen wir zwei weiter? Ich kenne einen guten Nachtclub. A: Ohne Männer? R: Ja, ich habe was vor. A: Kein Problem für mich, DU hast einen Freund. R: Es ist ok für ihn. Männer, wir verlassen euch, Tschüss!

unterwegs
R: Mein Freund hat kein Problem damit, dass ich mit meinem Ex-Freund noch befreundet bin. Wir waren ein Jahr zusammen, aber wir hatten nicht richtig Sex. A: Warum? R: Seine Eltern lassen es nicht zu. Sie sagen, er muss zuerst heiraten. Lach nicht. A: Wie soll ich denn nicht lachen? Also wer ist jetzt unterentwickelt? Griechenland, oder Deutschland? R: Seine Eltern sind reich und sie haben Angst davor, dass er die“ falsche“ Frau schwängert. Sie wollen eine Frau mit Geld für ihn aussuchen. A: Die Reichen waren schon immer korrupt! R: Er ist eine gute Person. A: Die Kinder der Reichen verderben auch mit der Zeit. Ist er nicht volljährig? R: Doch. So alt wie du. Lach nicht. A: Hat er niemals Sex gehabt? R: Ich glaube schon… mit dir. (Athena kann vor Lachen nicht mehr laufen) A: Und du weiß es, ich aber nicht? Jetzt werde ich in die Hose pinkeln! R: Wir kommen bald ins Lokal. A: Hör auf Blödsinn zu erzählen, ich halte es nicht aus bis dahin. R: Ich lüge nicht. Du kennst ihn. Er ist deine alte Liebe. A: Ich hatte nur eine feste Beziehung zu einem Deutschen. Er ist inzwischen mit einer anderen Frau verheiratet. R: Es gibt noch einen, du erinnerst dich nicht daran. Man hatte euch beide belogen. (inzwischen wurde mir klar, sie meinte den Mann der später durch Lug und Trug seiner gierigen Mutter, meine illegal adoptierte Zwillingsschwester Helga geheiratet hatte) A: Willst du mich verarschen? R: Nein, ich sage es dir, nicht das du später wütend auf mich bist. A: Was hältst du von mir? Wäre er wichtig, würde ich mich an ihn erinnern können. R: Man hat euch verhext. (Athena lacht) A: Ich halte es nicht mehr aus! Ich muss auf Toilette! R: Hör auf zu lachen. Ich sage dir jetzt, was wirklich los ist: Ihr könnt euch nicht wiedererkennen. Dieses Problem haben mehrere Menschen. Ich denke, ich habe es auch. Wenn es einem bewusst wird, dann kommt er damit zurecht. A: Komisch. Ich dachte, dieses Problem hat jeder. Es ist normal. R: Nein, ist es nicht. Noch ein Freund kommt morgen. Ein Grieche. Du kennst ihn auch. Wir wollen sehen ob ihr euch wiedererkennt. A: Wer ist er? R: Ein Jurist. Es ist mal etwas zwischen euch passiert, aber sein Vater hat nicht zugelassen dass ihr zusammenkommt. A: Warum? R: Er denkt, dann geht die Welt unter. Lach nicht! Er glaubt an manche Prophezeiungen. A: Ich halte es nicht mehr aus! Ich werde vor Lachen in die Hose pinkeln! R: Du findest es lustig? A: Wäre er wichtig, würde ich mich an ihn erinnern können…
Im Nachtclub. Athena kommt aus der Toilette raus. Rania flirtet.
A: Was soll das jetzt? R: Mach dir keine Sorge, ich erzähle dir später warum!
Athena denkt nach: Welche sind diese Leute, die morgen aus Erlangen kommen?
Sie wird angesprochen. Viele Männer sind im Lokal. Athena hat keine Lust auf Diskussionen. „Was soll morgen geklärt werden?“ fragt sie sich. R: Sei nicht so steif!
Rania ist sehr sozial. Athena kann nicht so schnell Kontakte verknüpfen. Sozial sein, hat seine Vorteile. Aber jede Münze, hat zwei Seiten. R: Ich habe erreicht was ich wollte. Komm, wir gehen.
Rania, hat von einem Mann die Telefonnummer bekommen. Sie will damit ihren Freund ärgern. A: Er ist klug, er wird nicht anbeißen. Er wird lachen. R: Ja, aber innerlich wird er vor Wut kochen. Er hat doch auch mir dir geflirtet! A: Sei nicht blöd, du warst dabei und du weißt warum er es getan hat. Zeige ihm dass du höher stehst. R: Kein Mann versteht es. A: Du hast Recht, du sollst trotzdem höher stehen. R: Es ist nur Spaß! A: Du solltest ihn nicht provozieren. Du wirst es bereuen.

zu Hause
R: Wir haben geflirtet! A: Ja, ganz viele schöne Männer. Ich habe am meisten geflirtet!
Rania lacht. R: Stimmt doch gar nicht! Athena war stumm die ganze Zeit.

Am nächsten Tag. Spaziergang in der Stadt. Es wird über Politik geredet
A: Die Familie meiner Mutter gehört in der Linke, die Familie meines Vaters in der Rechte, es gab immer Krieg bei uns deswegen. Jetzt, wo die Sozialisten an die Macht sind, wählen die meisten Mitte und ich bin froh. Es gibt Ruhe zu hause, zumindest was die Politik betrifft. Aber einmal fragte mich meine Schwester welchen Onkel ich am meisten schätze und dann kam er mit einem Umschlag in der Hand, um zu bestimmen was ich wähle. Es gab Streit. Meine Mutter sagte zu mir, ich soll den Umschlag annehmen, später ihn wegwerfen und wählen, was ich will. Ich nahm ihn und dann sagte man zu mir, die Stimmen habe man schon berechnet, ich dürfte nicht denken, ich könnte schummeln. Ich habe dann eine große Klappe aufgemacht und viel geschimpft. Ich tat trotzdem was ich wollte, ich warf den Umschlag weg und wählte ich die Personen, die ich für weniger schlecht hielt. R: Die Sozialisten sind auch nicht so gut. A: Es stimmt, mein Onkel ist gekränkt worden wegen des Prozesses, wo ein Politiker in der Gerichtshalle starb. Er spricht von Verrat. Intrige. Innerhalb der Partei! R: Zu wem stehst du jetzt? A: Zu keinem! Besser, es gäbe Anarchie! R: Es geht nicht. Die Menschheit ist nicht kultiviert genug, um ohne Gesetze auskommen zu können. A: Du hast leider recht. Mich ärgert es aber, dass jeder immer viel verspricht und sobald er an die Macht kommt, versucht als erstes, die eigene Tasche voll zu stopfen. R: So sind die Menschen. Sonst kommen sie nicht weiter. A: Die Politiker sind aber verpflichtet für das gemeinsame Wohl zu arbeiten. Wie bringt man diese Dreckschweine dazu, dass sie für alle arbeiten und nicht für den Eigennutz? Wie zum Teufel? R: Geht nicht, wer die Mehrheit hat, dominiert. A: Dies ist aber keine richtige Demokratie. R: Ja, nach Aristoteles, es heißt Ochlokratie. A: Wenn keiner die Mehrheit haben könnte, dann hätten es diese Schweine schwer! R: Dann hätten sie Probleme. Aber sie werden zusammenhalten. A: Dann, hätten sie kooperieren müssen! Sie würden es trotzdem schwer haben. R: Du hast recht! Ich denke du bist klug. (Athena streckt die Hände hoch) A: Lieber Vater im Himmel, mach das keiner dieser Idioten, die Mehrheit bekommt! R: Was machst du jetzt? A: Ich flehe Zeus an! (beide lachen) R: Wir müssen mit den Männern darüber reden. Vielleicht sie haben eine Idee. A: Meinst du? R: Ja, sie haben Jura studiert! A: Stimmt, wir sollen es unbedingt tun! Du bist auch klug! R: Gib mir fünf! (Athena gibt fünf)

Später zu Hause
R: Schnell, mach dich schön, sie kommen! A: Du spinnst! R: Schnell, ins Zimmer!
Athena geht ins Zimmer. Sie richtet sich auf. Im Vorraum wird bejubelt. Rania kommt
A: Ist der Präsident angekommen? R: Stelios ist da. Wir wollen dich mit einem anderen Name vorstellen. A: Nein! (Rania und eine Studentin versuchen Athena zu überreden) R: Es ist nur Spaß. Dannach sagen wir ihm die Wahrheit. A: Es fehlt mir schwer zu lügen. Ich werde lachen. Und ich will nicht lügen. R: Wenn alle zu ihm sagen dass du anders heißt, meinst du er glaubt dir? A: Ihr seid gemein! R: Wir werden behaupten dein name wäre Anna, um zu sehen ob er dich doch erkennt und später, sagen wir die Wahrheit.
Die drei Frauen gehen aus dem Zimmer. Athena wird vorgestellt. Er gibt ihr die Hand
S: Freut mich, Anna. A: Schon wieder Händedruck! S: Hast du was gegen Händedruck? A: Es ist eine Verstellung. R: Erkennst du ihn? A: Noch nie gesehen. (Alle lachen) S: Du kommst mir aber bekannt vor, bist du sicher dass wir uns nicht kennen? R: Er hat seine Haare geschnitten! S: Ich werde meinen Wehrdienst leisten und ich will mich daran gewöhnen. R: Du tust es doch? S: Ich habe es meiner Mutter versprochen. Warum lacht sie die ganze Zeit, ist sie blöd? A: Ihr seid gemein! Rania, sage ihm die Wahrheit. S: Was ist los? A: Ich heiße nicht Anna. R: Nein, nein, hör auf. Es ist noch zu früh. Wir erklären es später. (Rania spricht ihn an) Stelio warum seid ihr nicht alle gekommen? Wo sind die Deutschen? S: Sie dürften nicht kommen. R: Die Mama hat es nicht erlaubt? (Sie lachen) S: Manchmal, sie tun mir Leid. Man wollte mich auch aufhalten, aber sie haben es nicht geschafft! Jubel folgt. „Εσένα θέλουμε! Εσένα θέλουμε!! Uuuuuuuuuuuuuh!“ A: Was soll der Jubel? Warum spinnt ihr alle? S: Meine Freunde sollen spinnen? Du lachst doch die ganze Zeit! Du bist blöd! A: DU bist blöd, weil du denkst, diese seien deine echte Freunde! R: Athena hör auf! A: Ihr sollt aufhören zu lügen!

Später
Keiner will ausgehen, nicht alle haben genug Geld
A: Ich habe Geld zum Ausgehen, aber es reicht leider nicht für alle. Wir sind zu viel. R: Nicht so wichtig. Wir waren gestern fort. Wir müssen jetzt schauen wie wir schlafen. Macht es dir was aus, wenn du mit Stelios ein Zimmer teilst? A: Kein Problem. R: Wir haben aber nicht genug Betten, du muss auch das Bett mit ihm teilen. A: Kein Problem, es ist nicht das erste Mal. (Rania lacht) A: Ich meine, ich habe schon mal mit Männern geschlafen, ohne Sex zu haben. (Stelios will nicht) AA: Dieser Typ hat komplexe! A: Keine Angst, ich werde dich nicht vergewaltigen! (Er will trotzdem nicht) A: Umso besser für mich, alleine im Bett, wird es bequem! (Stelios sagt, er könnte ins Hotel gehen. Rania will es nicht zulassen. Ein Klappbett wird herbeigezaubert) A: Du darfst das richtige Bett nehmen, ich bin kleiner. S: Nein, ich erlaube es mir nicht. Ich nehme das Klappbett, de facto! Darf ich die Rollos herunterlassen? A: Ich schlafe immer mit einwenig Licht. Ich habe Angst vor der Dunkelheit. S: Ich kann mit Licht nicht schlafen. A: Dann lasse sie herunter, aber wenn du aus dem Zimmer gehst, mach das Licht an.
Es ist jetzt absolut dunkel. Athena will schlafen, sie ist müde
S: Anna! (Ruhe) S: Anna! Schläfst du schon? (Athena lacht) S: Was ist mit dir los? Hast du ein Problem? A: Du hast ein Problem, man hat dich belogen. Ich heiße Athena. S: Ist es ein Witz? A: Warum sollte es ein Witz sein? S: Ich glaube es nicht A: Doch, deswegen habe ich die ganze Zeit gelacht. S: Woher kommst du? A: Aus Volos. S: Wirklich? Dann müssen wir miteinander reden. Unbedingt. A: Morgen. Ich bin jetzt müde.

Am nächsten Tag
R: Sage mir, was ist passiert? A: Was soll passiert sein? Ich habe fest und tief geschlafen. Ich denke, im Dunkel kann man besser schlafen. Wo ist er? Ich bin aufgewacht und er war weg. R: Er hat in der Nacht nicht geschlafen. A: Ich sagte ihm wie ich heiße und er wollte es nicht wahrhaben. R: Ah so, er hat vielleicht Schuldgefühle. A: Warum? R: Du sollst mit ihm reden. Wir machen jetzt einen Spaziergang, er will schlafen.

In der Stadt
R: Warum studierst du nicht? A: Meine Eltern haben mich finanziell nicht unterstützt, aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben. Ich verstehe nicht, warum mich jeder zu bremsen versucht. Sie gehen mir auf die Nerven. Meine Tante sagt immer wieder, ich sollte heiraten. Ich will aber nicht. Ich habe die Schnauze voll! Ich arbeite vormittags. Ich habe nach allen Möglichkeiten gefragt um zu studieren, es geht nicht. Mein alter Freund sagte, ich soll nach Berlin ziehen, mein Abiturzeugnis ist in Bayern nicht anerkannt worden. R: Hast du Durchschnittsnote unter 13? A: Spinnst du? Ich liege weit über 15 und das, weil ich das letzte Schuljahr zu wenig lernte, ich habe viel Sport getrieben. Ich könnte viel höher liegen. R: Komisch, wenn du über 15 liegst, man hätte es anerkennen müssen! A: Ich sage dir die Wahrheit. Ich werde es dir zeigen, wenn du es nicht glaubst. R: Hier stimmt etwas nicht. Du sollst nach Berlin! A: Meine Tante war schon mal da und sie sagt, Berlin sei schrecklich. R: Hör nicht auf sie! Berlin ist explosiv! Jeder will dorthin! A: Wenn ich gut Englisch könnte, würde ich sogar versuchen in den USA zu ziehen. Ich bin irgendwie enttäuscht von Deutschland. Ich werde wieder nach Griechenland ziehen. Dort fühle ich mich sicherer.
Mittag
Man hat Ouzo besorgt. Gut! Athena trinkt selten Alkohol, dafür ist der Genuss grösser. Heute wird getrunken. Alle haben sich in dem größeren Zimmer versammelt. Athena setzt sich auf einem Bett. Sie trägt kurzen Rock und dicke Strumpfhose. Ihr gegenüber auf dem Boden, sitzt der Stelios. Er ist deprimiert
A: Was ist mit ihm los? R: Man erzählte, seine Freundin habe ihn betrogen, aber er will es nicht wahrhaben. Du sollst es mit ihm versuchen. A: Vergiss es. R: Er bleibt nicht mit ihr zusammen, er geht auch bald nach Griechenland. D: Athena, sie will dich mit Stelios verkumpeln, weil sie noch Interesse an den Deutschen hat. Sie hat Angst, dass du ihn doch bekommst. R: Stimmt nicht! Erzähl jetzt kein Quatsch! A: Nicht streiten, Stelios hat keine Chance. Auch wenn ich wollte, wenn er schon eine Freundin hat, will ich nicht. R: Sie hat ihn betrogen! S: Rania hör bitte auf. (Es wird über seine Freundin geredet. Manche verteidigen diese Frau) A: Hey, Leute, wäre sie eine Griechin, würdet ihr es rechtfertigen? (Ein paar behaupten, sie würden es rechtfertigen. Rania rückt näher) R: Ich sage dir was los ist, ihre Familie ist hochangesehen. A: Hey, ihr Klugscheißer, ich habe eine Frage an euch. Wäre sie eine Zigeunerin, was würdet ihr sagen? S: Dies ist ein extremes Beispiel. A: Ok, wäre sie eine Arbeiterin, ohne Ausbildung, was würdet ihr dann sagen? (Man versucht es mit Rhetorik) A: Aufhören bitte, ihr seid Rassisten! (Die Männer sind jetzt beleidigt) S: Ihr solltet sie vergeben, sie ist blöd! AA: Idiot, du starrst doch die ganze Zeit meine Beine an! A: Du hältst dich für kluger? S: Ich habe Jura studiert, was hast du studiert?

       

A: Wenn du so klug bist, wieso hast du nicht gemerkt dass ich auch einen Kopf besitze? (Stelios hat verstanden was damit gemeint wird, aber nicht die anderen) E: Das meint er doch, dass du nichts im Kopf hast! S: Sieht ihr, sie ist blöd! A: Du bist hinterlistig! AA: Ihr alle zusammen, habt nicht so viel im Kopf, wie ich! A: Ihr seid dumm! (Die Männer sind wieder beleidigt. Athena geht wütend aus dem Zimmer, Rania folgt) R: Was war das jetzt? (Athena erklärt, Stelios habe die ganze Zeit ihre Beine angestarrt. Darum sagte Athena zu ihm, sie besitze auch einen Kopf. Rania lacht. Sie geht ins Zimmer und kommt wieder in den Vorraum zurück) R: Ich habe alles geklärt. Jetzt ist der Stelios wütend auf mich, weil ich ihn verpfiffen habe, aber es macht nichts. A: Er ist ein Angeber! R: Komm, wir gehen wieder rein. (Athena will nicht, aber sie wird überredet. Sei gehen wieder ins Zimmer. Es wird über Rassismus geredet. Die eine Flasche Ouzo liegt schon leer auf dem Boden. Jetzt wird die zweite geöffnet) A: Ich mag die Vlachen nicht. R: Athena, sag es nicht! A: Warum? Die Familie meines Vaters sind Vlachen. Ich mag sie trotzdem nicht. Nicht die jüngsten, die älteren meine ich. Sie haben eine ganz andere Lebenseinstellung als ich. R: Die Mutter meines Freundes ist Vlacha. A: Dimitri, ist deine Mama auch zurückgeblieben? (Ranias Freund bleibt gelassen und lächelt. Athena wird von ihm freundlich umarmt) A: Siehst du Rania? Was habe ich dir gestern gesagt? Denk daran, er ist klug! (Jetzt wird über die Juden geredet) A: Manche reden schlecht über die Juden in Griechenland. Sie sagen, sie gehen über Leichen, um ans Geld zu kommen. S: Es ist aber nicht so. A: Warum verstecken sie sich dann? Man sagte zu mir, sie treffen sich unter der Erde. (alle lachen) R: Wer sagt es? A: Meine Freunde in Griechenland, die Zwillinge. D: Wollen sie dich haben? A: Nur einer der beiden. (alle lachen) R: Sei nicht naiv. Deswegen erzählen sie diesen Quatsch. Konkurrenz! A: Ich habe doch keinen jüdischen Freund! R: Es gibt viele Griechen und auch Deutschen, die jüdische Vorfahren haben. A: Und warum geben sie es nicht zu? Wir haben Frieden und wer aufrichtig ist, braucht keine Angst zu haben. S: Sie hat Recht, also, ich gebe es zu! Ich habe jüdische Wurzel. Und es gibt noch ein paar in diesen Raum. A: Ich glaube es nicht. S: Immer, wenn ich die Wahrheit sage, glaubt mir keiner! Es ist wahr! A: Na endlich einer, der es zugibt! S: Ich bin der Antichrist! A: Und wo sind deine Hörner? (Alle lachen. Einer hat sich neben dem Stelios gesetzt) S: Leute, ihr seid alle zu mir eingeladen! (Rania rückt näher zu Athena) R: Sie setzten sich alle auf dem Boden neben ihm, um unter deinem Rock anzuglotzen. A: Sie sind dumm. Meine Strumpfhose ist viel zu dick. R: Sie haben Fantasie. (Athena geht in den anderen Zimmer und zieht sie sich eine Legginghose an. Sie kehrt zurück. Alle Idioten sind enttäuscht. Rania lacht) R: So schlimm war es nicht! A: Diesen Genuss, gönne ich den Idioten nicht! (Das Thema wird langsam geändert. Politik) P: Mein Vater gehört zu der rechten Partei, aber… (wie ich vor mehreren Monaten erfuhr, er war der Sohn des bekannten Politikers Papakonstantinou) A: Noch ein malakas… P: Nimm es zurück! A: Nein. P: Du hast meinen Vater beleidigt! (Athena ist schon leicht betrunken und sie findet die Situation lustig) A: Komm schon! Ihr Männer, ihr seid doch alle malakes! Ihr habt es zuvor bewiesen. Beine anglotzen! Und ihr wollt Richter und Anwälte werden? Dann geht die Welt bestimmt unter! Und wer von euch befriedigt sich selbst nicht? Malakes… P: Ich werde dich f*cken! (Athena lacht) A: Wie sieht es mit der Länge aus? P: Sehr lang! A: Dann schieb ihn in deinen Hintern! (Alle lachen. Der Pontios ist schwer beleidigt) P: Ich werde dich vom Fenster hinauswerfen! (Athena lacht. Der Pontios geht auf sie zu. Er meint es wirklich! Er ist auch betrunken! Stelios steht auf und hält ihn auf) S: Nein, sie wird sich bei dir entschuldigen. A: Nein, ich entschuldige mich nicht bei ihm! S: Hör zu Freund, sie ist betrunken. Ich entschuldige mich bei dir, an ihrer Stelle! R: Hey, Leute, er beschützt sie! A: Ich will seinen Schutz nicht haben! (Stelios überredet den Pontios. Er schafft es, ihn zu beruhigen. Er beteuert immer wieder, sie sei blöd! Athena ist jetzt wütend auf ihn. Sie muss aber schnell weg, sonst wird sie den Zug nach Nürnberg verpassen. Die Studenten aus Erlangen würden sie am Morgen mitnehmen. Athena will nicht. Rania will wissen, was der Stelios dann tun würde, wenn er die Athena eines Tages heiratet, obwohl er sie heute für blöd hält. Stelios sagt, falls er jemals, diesen Fehler begegnet, er wird dreimal laut rufen dass er blöd ist! Rania will wissen, was Athena tun würde, wenn sie ihn eines Tages heiratet, obwohl sie ihn nicht mag. Athena sagt, sie würde ihn für einen Tag heiraten, nur um ihn hören zu dürfen, wenn er vor allen zugibt dass er blöd ist. Sie verlangt von ihm, falls er sie eines Tages doch heiratet, auf einem Blech zu steigen um darin zu tanzen, während er ruft dass er blöd ist. Stelios ist damit einverstanden! Athena verabschiedet sich schnell und geht aus dem Raum. Rania folgt ihr) R: Komm schon, bleib bis morgen! Vielleicht ihr könnt euch doch gut verstehen. A: Nein, ich vertraue ihm nicht. R: Er hat dich verteidigt. A: Ja, indem er allen von meiner Dummheit überzeugte. Er ist hinterlistig! R: Ich kenne ihn sehr gut. Er ist nicht schlecht. A: Gerade deswegen, meinst du, dass er in Ordnung ist. Du bist ihm gegenüber vorenthalten. Du hast eine positive Meinung über ihn gebildet und hängst daran. (Rania will es nicht wahrhaben. Athena verabschiedet sich. Sie wird von Ranias Freund bis zum Bahnhof begleitet. Der Zug hatte Verspätung. Glück gehabt! Er fragt sie, ob sie böse auf ihn ist, wegen sein Benehmen gestern) A: Warum sollte ich böse sein? Tut mir Leid für das Theater, ich komme mit diesen Spießern irgendwie nicht zurecht! D: Was für ein Zug! A: Einer der neuen! Sehr schön! Europa ist doch vorne! D: Dies ist keine Kultur, es ist technischer Fortschritt. A: Du hast recht. So ist es.

Athena verabschiedet sich von ihm und setzt sie sich in dem Zug. Sie hat das Gefühl, etwas ist nicht geklärt worden.
Der Zug rollt weg. Ein dicker Mann setzt sich neben ihr und merkt er, dass sie betrunken ist. Er versucht sie zu überreden, mit ihm nach Wien zu fahren. Auf keinen Fall! Sie will keinen Ärger machen. Sie versucht nett zu sein. Sie erfindet tausend Ausreden.
AA: Idiot! Ich bin betrunken, aber nicht geistig krank!

Eine WAHRE GESCHICHTE

 

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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