Athena gegen Affen

Die kleine Athena gegen Affen

A: Athena

B: kleiner Bruder

N: Nachbarskind

M: Mama

 

1976

Der Cousin kommt aus Berlin um für eine Weile bei uns zu wohnen. Die Mama hat von den Kindern verlangt, sehr nett ihm gegenüber zu sein, er ist schon traurig, er wird seine Mutter vermissen, aber sie muss auf ihre kranke Tochter aufpassen. Er wird ab jetzt zur Familie gehören, die Kinder sollen ihn wie einen Bruder aufnehmen. Dies, haben sie der Mama versprochen.

Ein paar Monate später.

N: Du bist ein Nazischwein! Scheißdeutscher! A: Du und die andere Kinder, ihr habt den Mund zu halten, er ist ein Grieche. N: Er ist aber in Deutschland geboren, er ist schlecht, wie die Deutschen! A: Die Deutschen sind nicht alle schlecht. N: Doch, sie haben Krieg gegen uns geführt. A: Jetzt ist es aber vorbei. N: Dein Cousin ist trotzdem Scheißdeutscher, er ist ein Fremder, wir spielen nicht mit ihm.

Der Bruder bleibt unbeteiligt. A: Warum sagst du nichts? B: Ich bin nicht blöd. Soll ich wegen ihm mit meinen Freunden streiten? A: Deine Freunde sind im Unrecht! B: Mir egal. A: Wenn ihr nicht auch mit ihm spielt, ich werde euch bestrafen!

Die Kinder lachen. Athena ist jetzt wütend. Sie rennt durch die Gegend und schreit. Sie erzählt überall, dass ihr Bruder und sein Freund Rassisten sind. Ganz schlimme Rassisten! Sie verrät auch einiges von dem, was sie angestellt haben. Die beide bereden es und dann gehen sie zu Athena.

N: Wenn du so weitermachst, wir werden dich verprügeln. A: Ihr könnt nicht, ich bin stärker. N: Wir sind zwei. A: Zwei gegen eine? So darf man nicht kämpfen. N: Uns egal! A: Mein Cousin wird zu mir stehen. Ich und er zusammen, wir sind stärker als ihr beide. B: Sei nicht so sicher. Er hat davor Angst, dass wir nie mit ihm spielen werden. A: Ich werde der Mama sagen, wie ihr euch benimmt und dann ihr kriegt Ärger! Und ich werde überall erzählen, dass ihr nicht gastfreundlich seid! So, sind echte Griechen nicht! Und jeder wird wissen dass ihr Rassisten seid! Ich habe keine Angst vor euch!

Die beide besprechen es wieder. Sie treffen eine kluge Entscheidung. Der Cousin wird ab jetzt respektiert.

Einige Zeit später.

Athena geht ins Wohnzimmer, dort spielen der Bruder und der Cousin.

A: Ich will mitspielen. B: Nein, du sollst mit deinen Puppen spielen. A: Meine Puppen schlafen jetzt. Ich will mit Autos spielen. B: Nein, du bist ein Mädchen. A: Es ist egal. Frauen sind gleichberechtigt. Ich will mit den Autos spielen. B: Nein, wir wollen nicht. A: Tasso, was sagst du dazu?

Der Cousin schweigt. Dies macht sie wütend. Sie geht zu Mama in die Küche und beschwert sie sich. Sie erklärt, wie sie ihren Cousin aus der Strapaze rausholte. Jetzt spielt er aber nur mit dem Bruder.

M: Und was erwartest du von mir? A: Du sollst ihn tadeln! M: Niemals, er ist schon verletzt genug, ihm fehlen seine Eltern, ich werde es nicht schlimmer machen. A: Aber ich bin zu ihm gestanden und jetzt, er ist schlecht zu mir! M: Dies, heißt Undankbarkeit.

Athena macht die Tür auf und schreit. A: Tasso, du bist undankbarake!

Athena haut die Tür zu. Die Mama lacht. M: Es heißt, undankbar.

Athena macht die Tür wieder auf und schreit. A: Du bist undankbar!

Athena haut die Tür wieder zu. A: Mama, ich habe es jetzt richtig gesagt. M: Bravo. A: Er ist schlecht und mein Bruder auch. M: So, sind alle Menschen. A: Die Lehrerin hat aber gesagt, wir müssen anders sein. Ist sie eine schlechte Lehrerin? M: Warum sagst du es?

Athena erzählt die Geschichte mit dem Löwen, der den Androkles nicht gefressen hat. Sie interpretiert. Sie will wissen, ob die Mythen von Aesop ein Quatsch sind.

M: Nein, sie ist eine gute Lehrerin, sei froh. Ihre Aufgabe ist, euch auch Moral beizubringen und sie tut es ganz gut. Aber die meisten Menschen sind nicht so. A: Wenn ein Löwe dankbar sein kann, aber ein Mensch nicht, dann sind die Tiere besser! M: Nicht alle Menschen sind tapfer, wie Androkles und nicht alle sind dankbar, wie der Löwe. A: So sollten sie aber sein! M: Hör zu, mein Kind, du wirst in deinem Leben keine Menschen treffen, die aus Güte zu dir stehen! Viele werden dir helfen, aber nur weil sie dadurch, viel mehr Gewinn erzielen werden! A: Es ist unglaublich. M: So ist es aber! Jeder, wird dich ausnutzen wollen. In deinem ganzen Leben, die Menschen die zu dir stehen, ohne Eigennutz, werden nicht so viele sein, wie die Finger deiner Hand! A: Dann, manche Tiere sind besser! M: Klar! Wir Menschen, sind Affen! Wir versuchen uns durch Bildung zu kultivieren, aber die meisten von uns, nehmen den leichten Weg, sie bleiben Affen!

Athena macht die Tür auf und schreit. A: Ihr seid Affen! Affen! Affen!

Der Bruder und der Cousin, stehen auf, sie kratzen sich am Kopf und kreischen und brüllen wie die Affen. Athena haut die Tür wieder zu.

M: Hau die Tür nicht so, die Nachbarin wird sich wieder beschweren. A: Mama, sie spinnen! Sie benehmen sich wie die Affen! Sie sind tatsächlich Affen! M: Du muss lernen mit solchen Menschen umzugehen. A: Nein! Sie sollen sich verbessern! M: Vielleicht tun sie es, vielleicht nicht. Aber wenn du so weiterdenkst, du bleibst für immer alleine! A: Ich ziehe besser in den Dschungel!

M: Du sagst es immer wieder. Aber dann werden dich die wilde Tiere fressen. A: Umso besser, dann werde ich berühmt! Wie Tarzan! M: Verrücktes Kind! Gehe zum Hof, ich habe zu tun.

Athena geht zum Hof. Sie streichelt die Katzen. Es ist ein schönes Gefühl mit den Katzen zu schmusen, vor allem mit Katzenbabys.

M: Hör auf die Katzen immer zu füttern, sie kommen alle zu uns her! A: Ich werde alle Katzen der Nachbarschaft hierher bringen! Sie sind mir viel lieber als die Affen im Wohnzimmer da drüben!

 

Sommer 2009

I: Freundin von Athena

Der Athena ist es heute klar: Affen gibt´s überall. Sie macht den Fernseher an. Eine gute Sendung, schade, sie hat das meiste verpasst. Es endet mit diesem Satz: „Ohne Moral, sind wir Affen!“

Einige Zeit später, sie bespricht das Thema mit einer Freundin. Man hat Menschen getestet, man wollte wissen, ob sie einen Hebel drehen würden, um die Fahrrichtung eines Zuges zu ändern und dadurch zwei Menschenleben retten, wobei ein anderer Mensch an ihrer Stelle sterben würde. Alle drei Menschen, wären unbekannt und fremd für die Testpersonen. Die meisten Menschen sagten ja, sie würden den Hebel drehen.

I: Zwei Menschen sind Menschen, ein Mensch, auch Mensch! Nein, ich würde den Hebel nicht drehen!

Ein einfacher Satz, von großer Bedeutung. Athena würde den Hebel auch nicht drehen. Keiner hat das Recht, über das Leben oder Tod der anderen zu entscheiden.

Eine WAHRE GESCHICHTE


              

 

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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