Athena gegen Imitationen

 

Volos Griechenland 1980

 

In Griechenland es gibt ein anderes Schulsystem als in Deutschland: 6 Jahre Grundschule, 3 Jahre Gymnasium und 3 Jahre Lyzeum. Als Athena und ihre Freundin Dina das Gymnasium besuchen, sie sind 12-13 Jahre alt. Sie haben großes vorgenommen. Die Kinder müssen im Team Vorträge halten und jetzt sind Athena und Dina daran. Sie wollen über die Atombombe auf Hiroshima und über Nagasaki berichten. Sie entscheiden sich bei Dina zu arbeiten, bei Athena zu Hause sind ihre Geschwister da, manchmal kommen Freunde vorbei und sie haben keine Ruhe. Sie schlagen Bücher auf, sie suchen nach Informationsquellen. Sie finden ganz viele Informationen. Sie suchen den Kern aus, nämlich woran sie arbeiten werden. Sie haben ein Muster. Sie müssen zuerst ein Vorwort schreiben. Athena hat eine Idee, man sollte da Fragen stellen, um die Interesse zu erwecken. Das Hauptteil besteht aus mehreren Abschnitten, das Nachwort muss rührend sein. Sie wollen nichts kopieren, sie wollen die Texte die sie ausgesucht haben zuerst analysieren, dann ihre eigene Stellungnahme hinzufügen. Sie bearbeiten das Vorwort zusammen, das Hauptteil wird geteilt. Dina wird über das Geschehen berichten. Daten kann sie sich besser auswendig merken. Athena lernt aber schneller, sie vergisst auch schnell, außer es geht um ihre eigenen Interpretationen. Athena übernimmt die Kritik. Es ist natürlich klar, etwas absolut unmoralisches ist geschehen, sie müssen aber ihre Stellungnahme begründen, also, hier muss man philosophieren. Darüber, wird die Athena erzählen. Sobald sie damit fertig sind, sie kontrollieren sich gegenseitig. Dina meint, in Athenas Schreiben sind viele Emotionen, sie hat auch viel zu viel geschrieben. Wenn Athena denkt, es ist schwer sie zu bremsen, man darf es auch nicht, sie verliert sonst den Faden. Sie besprechen das ganze Thema, um zu entscheiden was sie auslassen werden. Sie überprüfen auch die Grammatik. Sie arbeiten daran, bis der Text Fehlerfrei ist. Dann ist Dinas Arbeit daran. Athena meint, das Vokabular ist arm. Sie suchen nach Synonymen. Athena macht Vorschläge. Dann wird einiges geändert und die Grammatik wird auch korrigiert. Dinas Arbeit ist jetzt auch Perfekt. Sie zerbrechen ihre Köpfe und erfinden sie ein erstklassiges Nachwort. Fertig!
Die beiden haben über das ganze Wochenende daran gearbeitet. Sie haben nicht gespielt, weil diese Arbeit sehr wichtig war und sie wollten allen zeigen, was sie drauf haben. Jetzt fühlen sie sich schon stolz darauf, sie sind sicher, sie haben Großes geleistet. Mama hat am Sonntag mehrmals angerufen, damit Athena zurück nach Hause geh. Athena sagte, sie kommt, sobald sie mit der Schulaufgabe fertig sind. Dinas Mama hat am Telefon bestätigt, dass die beide sehr fleißig sind. Als Athena nach Hause kommt, die Mama jammert. Athena sagt, es ist eine sehr wichtige Arbeit, hier geht es um den Frieden und alle Kinder müssen verstehen wie wichtig der Frieden ist. Sie erzählt worüber sie berichten werden, die Mama gibt nach. Als Papa nach Hause kommt, Athena wird vom Bruder verpfiffen. Sie ist zu spät nach Hause gekommen, es war schon dunkel. Der Papa verhält sich wie seine deutsche Nazifreunde. Er will keine Erklärung haben, nach dem Moto „was gesagt, wird getan“,  Athena wird verprügelt.

 

In der Schule
Der Athena macht es nicht viel aus, dass sie Prügel gekriegt hat. Mama sagte, der Papa geht bald wieder nach Deutschland und sie werden einige Monate lang Ruhe haben. Hauptsache, die Arbeit der beiden wird jetzt anerkannt. Beide rezitieren, in Abwechslung. Sobald sie fertig sind, fragt der Lehrer, wie die andere Kinder diese Arbeit finden. Es gibt für eine Weile Ruhe. Dann erhebt ein Schuler die Hand, er ist ein netter Junge, guter Schuler. Er ist sehr selbstbewusst. Er lobt die Arbeit der beiden, er findet sie hervorragend. Die Kinder schweigen. Ein paar Kinder erheben die Hand und versuchen Fehler zu finden. Der Lehrer versucht neutral zu bleiben.

Auf dem Weg nach Hause, Athena und Dina sind enttäuscht.
A:Athena
D:Dina
D: So viel Mühe und kein Lob. A: Vielleicht weil wir Mädchen sind. D: Nein, hätte der Sohn des Schuldirektors diese Arbeit gemacht, hätte er Lob gekriegt. A: Der Zokaris ist ein guter Schuler. D: Stimmt, er hat es aber einfacher als wir. A: Verflucht! D: Unsere Gesellschaft ist halt so. A: Ja, ungerecht! Weißt du was? Eines Tages werde ich mich rächen! D: Wie denn? A: Keine Ahnung, irgendwie.

  

Glyfa Griechenland (Einige Jahren später)

Es ist Sommer. Athena ist auf eine Party eingeladen. Chrysa, die ihren Urlaub in Glyfa verbringt, hat sie eingeladen. Viele Freunde von Chrysa und ihrem Bruder, auch ihre Verwandte aus Athen, sind da. Ihr Vater ist der Cousin des bekannten Politikers Pangalos. Sie haben auch den gleichen Nachnamen.
A: Athena
AA: Athena denkt im Stillen
C: Chrysa
P: Papa
C: Athena, wegen dir, ist ein schönes Lied entstanden: es heißt „Enola Gay“. Bravo!

Athena denkt, ihre Freundin übertreibt…

A: Hör auf mit dem Quatsch! C: Hast du mal ein Referat über Hiroshima gehalten? A: Ja, woher weißt du es? C: Hast du es noch?
Athena rennt zu Papa. A: Papa, wo ist meine Arbeit über die Atombombe, die du haben wolltest? Ich will sie meinen Freundinnen zeigen. P: Du brauchst sie nicht mehr. A: Doch! Sie sagen, diese Arbeit war der Anlass für den neuen Hit! P: Sie sollen den Mund halten, sonst bekommen sie Ärger und du auch! Vergiss deine Arbeit! A:Nein, ich will sie wieder haben, sie gehört mir! P: Wenn du nicht sofort damit aufhörst, ich bringe dich um! 

Der Papa versucht der Athena einen Tritt zu verpassen. Sie weicht aus und geht. AA: Du und deine dumme Nazifreunde! Ich weiß wo diese Faschisten ihren Urlaub verbringen wenn sie nicht hierher kommen. In Raches, bei Stylida. Eines Tages werde ich mich rächen! 


Volos-Alykes Griechenland 1994
A: Athena

AA: Athena denkt im Stillen
D: Dana (eine andere Freundin von Athena)
V: Danas Freund
P: Freund von Danas Freund
Athena und Dana gehen in eine Bar und treffen sie sich mit Danas Freund. Zurzeit Athena ist Solo. Sie bemerkt einen Mann.  A: Dana, wer ist der Typ da? D: Wer? A: Der, mir der Brille. D: Na! Malaka.
Athena kriegt eine Mountza von Dana, es ist die griechische Art, einem zu zeigen dass er daneben ist. Dies ist verwirrend. A: Was soll das? D: Er ist der bekannteste Schwul in der Stadt. Vergiss es! A: So ein Mist! Die wenigsten Männer finde ich interessant und wenn es soweit ist, dann stoße ich auf Homosexuelle! Scheiße!
Dana und ihr Freund lachen. V: Bald kommt mein Freund. Er mag dich, du solltest es mit ihm versuchen.
Athena geht auf Toilette. Als sie zurückkehrt, ihr Verehrer ist da. Die beiden reden. Eine blonde Frau, will Feuer haben. Sie rückt zu dem Mann und führt die Zigarette vor ihrem Mund. Er drückt sein Feuerzeug in ihre Hand. Sie zündet ihre Zigarette an und gibt sie ihm das Feuerzeug zurück. Sie trägt ein Overall. Sie geht zu dem Mann mit der Brille, den die Athena vorhin beachtet hat, eine Braunhaarige ist auch dabei. A: Du hast sie beleidigt. P: Sie darf ihr schlampiges Verhalten woanders verkaufen, bei mir ist die falsche Adresse. Sie sieht doch dass ich dich begleite. AA: Solche Männer gibt es auch? Ich glaube, ihn nehme ich mir! A: Ich wollte darüber nicht reden, aber jetzt werde ich es dir sagen. Als ich vorhin auf Toilette war, ich stellte mich vor dem Spiegel um meine Hände zu waschen und diese Frau nahm ihren Oberteil ab und zeigte mir ihren Busen. P: Lesbisch, ist sie auch noch! A: Nein, ich denke nicht. Ich hatte den Eindruck, sie wollte mir zeigen das sie schöne Brust hat. P: Also, eine Angeberin ist sie! A: So war ich mit 20, jetzt nicht mehr, vielleicht, weil im Moment kein Sport mehr treibe. P: Nein, bei ihr, es ist Silicon. A: Sie ist sicher über 30. P: Sie ist viel älter. Alles unecht an ihr. Innen und außen! Aufgeputzte Schlampe, made in Germany. Der Mann neben ihr, ist ihr Sohn. A: Unglaublich! Woher weißt du das alles? Du übertreibst. Ich habe in Deutschland gelebt und dort habe ich auch nette Menschen kennengelernt. Und die Frauen sind emanzipiert. P: Ich weiß wie es in Deutschland ist, ich war auch mal da. Es gibt überall Schlampen. Hier und dort. Und diese, ist so eine. Wenn ich dir was sage, es ist nachgeprüft. Ich unterbreite keine Lügen, wie diese es tut. Du sollst dich von diesen Leuten fernhalten. A: Ich kenne sie nicht einmal! P: Lüg mich nicht an, mich kannst du nicht verarschen! A: Ich lüge nicht! AA: Er ist mistraurisch, wieso denn? P: Wer ist die Braunhaarige? A: Keine Ahnung. Was guckst du mich so an? P: Ich frage mich ob du blöd bist, oder ob du gut lügen kannst. A: Vielleicht habe ich diese Leute irgendwo getroffen und kann ich mich nicht an sie erinnern. Ich kenne sehr viele Menschen, es ist unmöglich, mich an alle erinnern zu können. P: Die Braunhaarige sieht so wie du aus. A: Was? So schlecht sehe ich aus? P: Du magst sie nicht? A: Sie hat eine böse Schnauze. Schau sie doch an! P: Ihr Gesichtsausdruck ist anders, aber ihr sieht gleich aus, nur sie ist dünner. A: Sie sieht unglücklich aus. Werden unglückliche Menschen böse, oder umgekehrt? P: Hör auf zu philosophieren! AA: Dominant ist er auch noch. Ob ich es mit ihm aushalten werde?
Athena ist empört. Sie geht zu Dana. A: Dana, er sagt, ich sehe so wie diese aus! Bin ich so hässlich?
Dana lächelt. D: Nein meine Freundin, sie ist sauer, du bist süß!
Athena lächelt. A: Ich hab‘ dich lieb! D: Ich dich auch!
Danas Freund lächelt. V: Sei froh, dass du die Dana noch hast. Sie ist die einzige Freundin, die noch zu dir steht. Wo sind alle andere hin? A: Frage ich mich auch. Was habe ich denn angestellt? D: Gar nichts! Sie sind hinter Reichen her. Verfluchtes Geld! Ich frage mich wie lange ich es noch aushalten werde.
Dana hebt ihr Glas hoch. D: Auf die Gesundheit! V: Nein, wir trinken auf eure Freundschaft.
Prokopis kommt auch. Alle trinken auf die Freundschaft. Die Stimmung ist gut. D: Wenn du wusstest wer diese blonde Frau ist, du würdest sie nicht verteidigen. Athena, bleib so wie du bist! A: Mein Bauchgefühl sagt, dann werde ich alleine sein müssen, aber ich habe nicht vor, mich zu ändern.
Alle lachen.

 

eine WAHRE GESCHICHTE

 

 

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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