Athena gegen Trauschein

Erlangen 2005

Athena redet mit Stelios. Er stellt komische Fragen. Dann sagt er, wegen ihr sind viele Lieder entstanden. „Το Χριστινακι“, „Enola Gay“, „Ain´t No Sunshine“ oder „du bist mein Sonnenschein“ oder was ähnliches, auf jeden Fall etwas mit Sonnenschein u.a. Verwirrtes Smiley Athena denkt, er lügt. Warum lügt er? Will er sie in die Irre treiben?

Erlangen 2009

Athena findet in You Tube ein weiteres Lied, worüber sie mit Moira geredet hat. Jetzt erinnert sie sich wieder daran. Lieder entstehen oft durch wahre Geschichten, Lieder können aber auch das Verhalten beeinflussen: 

 

Glyfa Griechenland Sommer 1980 oder 1981

 

A: Athena

N: Nikos

Athena geht schwimmen. Wer ist da auf dem Boot? Der netteste Mann im Dorf! Sein Vater ist tot, seine Mutter ist eine nette Frau, die ständig lacht. Seine Schwestern sind nicht so fröhlich. Sie fühlen sich abgestempelt, weil sie uneheliche Kinder sind. Viele Dorfbewohner reden nicht mit dieser Familie. Athena’s Mama hat oft mit manchen Menschen vom Dorf deswegen gestritten. Sie sagte, sie sollten sich schämen, da sie einerseits in die Kirche gehen, anderseits diese Kinder diskriminieren. Athena freut sich, weil die Mama nicht so stur wie die meisten Menschen ist.

Athena ist mit Zwillingen befreundet, die ein Jahr älter sind als sie, aber dieser Nikos gehört zu einem anderen Zwillingspaar. Er ist acht bis zehn Jahre älter als die Athena. Eines Tages saß er gegenüber von Mamas Laden und war sehr traurig. Athena fragte ihm was los war. Er sagte, er vermisse seinen Zwillingsbruder, der auf See ist. Er muss als Seemann Geld verdienen, um die Familie zu helfen. „Geh doch auch mit!“ sagte die Athena. Er erwiderte, es geht nicht, wenn die Mutter mit seinem anderen Bruder fischen geht, er muss zu Hause bleiben, seine Schwestern dürfen nicht allein sein, es ist gefährlich. Sein Vater war plötzlich verstorben, obwohl er gesund war. Ihm fehlte nichts. Athena sagte zu ihm, sie selbst wird anstelle seines Bruders seine Schwester sein wenn er will, er darf nicht traurig sein. Er sagte, er hat Schwestern. Sie erwiderte, sie kann Schwester und Bruder sein, nur er soll nicht traurig sein. Er sagte, es wäre nicht das Gleiche, sein Zwillingsbruder ist mit nichts zu ersetzen. Athena wusste nicht mehr, wie sie ihn trösten sollte und umarmte ihn. Ein Mann der am Nebentisch saß, tadelte sie, aber eine Frau sagte, es gibt nur unanständige Gedanken, Athena hatte nichts Schlechtes getan.

Jetzt, sie will ihn überraschen. Sie taucht unter und schwimmt unter Wasser bis zu seinem Boot. Sie taucht wieder auf.

A: Ta Taaaaaaa!

Nikos lacht. N: Du hast mich erschreckt. Wo kommst denn du her? A: Aus der Tiefe des Ozeans. Ich bin eine Meerjungfrau! N: Du willst mich austricksen? Ich habe dich erkannt, du bist die Athena. Wer hat dich hierher geführt? A: Ich selber. Unter Wasser geschwommen. N: Ich glaube es nicht.

Die Athena taucht ca. vier Meter in die Tiefe und taucht mit einem Stück Seegras in der Hand wieder auf. A: Glaubst du mir jetzt?

Nikos lacht. N: Warum bist du nackig? A: Ich bin nicht nackig. N: Du trägst kein Oberteil. A: Die Frauen am Strand, sagten, ich bin noch zu jung, ich darf ohne Oberteil schwimmen, dann werde ich überall braun. N: Hör nicht auf sie! A: Wieso? Die Rena trägt auch nichts oben. N: Ihre Eltern sind aber dabei, du treibst es alleine umher. Was wenn dein Freund dich so sieht?

Athena macht ein langes Gesicht. A: Ich habe keinen Freund! Fahren wir spazieren mit dem Boot? N: Ich muss noch arbeiten. A: Nur kurz! Bitte! N: Ich muss in der Nacht fischen gehen. Ich mache jetzt die Vorbereitung.

Athena stürzt sich aufs Boot und verpasst dem Niko einen Kuss. N: Schäm dich! A: Warum? Ich habe nichts schlimmes getan! Komm, fahren wir! N: Ok, aber kurz. Du duftest nach Zitrone!

Athena lächelt. Sie hat Mamas Parfum benutzt. Κολώνια Μυρτώ mit Zitronenduft. Sie steigt aufs Boot. Sie legt sich hin, die Hälfte des Körpers liegt auf dem Bug, die andere Hälfte hängt in der Luft. N: Vorsicht, du fällst ins Wasser!

Athena rutscht ein Stück ins inneren des Bootes, jetzt hängt nur der Kopf in der Luft. N: Wo fahren wir hin? A: Wir sollen um die Welt reisen! Hauen wir hier ab! N: Du spinnst! A: Es wäre so schön! Ein tolles Abenteuer. N: Geht nicht.

Die beide bereden es. Athena schafft es, ihn zu überreden, sie muss aber einige Jahren warten, bis sie Volljährig wird.

A: Dann reisen wir um den Himmel herum! N: Das geht auf keinen Fall. A: Doch, wir sind schon dabei! Ich sehe, der Himmel bewegt sich auf uns zu! N: Das Boot bewegt sich und du denkst es ist der Himmel, so wie du da liegst. A: Schön ist es! Fahren wir einfach!

Nikos fährt einen Kreis auf dem Wasser. A: Noch mal!

Nikos fährt noch einen Kreis. A: Noch mal!

Nikos fährt einen dritten Kreis. N: Es reicht jetzt. A: Nein, noch ein Mal!

Nikos fährt einen vierten Kreis. A: Noch ein letztes mal! N: Nur wenn du mir versprichst, dass du dann sofort deinen Oberteil wieder tragen wirst. A: Hmm.

N: Kein Hmm! Du versprichst es mir! A: Ok, ich verspreche es dir, aber zuerst fahren wir eine schöne Runde um den Himmel.

Nikos fährt einen letzten Kreis und dann Richtung Küste. A: Du brauchst mich nicht bis zur Küste fahren, ich springe ins Wasser. N: Nein, ich fahre dich hinaus und du gehst sofort nach Hause. Und ich werde später deine Mama fragen, wann du da angekommen bist.

Dies ist aber ärgerlich! Sie sind schon fast am Strand. Die Leute am Strand lachen. „Du hast einen großen Fisch gefangen!“ Athena denkt, diese Leute sind blöd.

 

Am nächsten Tag

Die Mama sitzt im Laden mit Ourania. Sie ist die Mutter von Nikos.

A: Athena

M: Mama

O: Ourania

M: Ihr Vater ist daran schuld. Jedes Mal, als er von Deutschland kam, er verlangte Küsse, sonst gab er den Kindern keine Süßigkeiten. Athena, was habe ich dir beigebracht? A: Was? M: Du hast den Niko geküsst damit er dich spazieren fährt. A: Nein Mama, ich würde einen anderen nicht küssen, egal was er mir versprechen würde. Den Niko wollte ich aber küssen! M: Schäm dich! A: Warum? Ich habe ihn doch nur an die Wange geküsst. M: Auch dort, darfst du nicht! A: Du spinnst! Küssen darf ich keinen Mann und verprügeln darf ich auch nicht!

Ourania lacht. O: Wem willst du verprügeln? M: Sie verprügelt ihren Bruder. A: Und ich werde es wieder tun! M: Wenn du es wieder tust, kriegst du von mir Prügel. A: Dann soll er nicht wieder sagen, dass ich zu klein bin. M: Du darfst auch etwas sagen, aber nicht schlagen. A: Dann, wenn er mich wieder auslacht, werde ich überall erzählen, dass er ein malakas ist! M: Nein! A: Doch, wenn er seinen Mund nicht hält, ich mache ihn fertig!

Die Mama ist jetzt wütend. Sie steht auf. Sie will zuschlagen. Ourania steht auf und stellt sich zwischen den beiden. O: Lass sie, sie ist im Recht. A: Die Ourania ist viel besser als du, du bist böse! Du verteidigst immer deinen dummen Sohn! M: Siehst du wie sie redet? O: Athena rede nicht so, er ist dein Bruder. A: Er lacht mich immer aus. Er ist schlecht! M: Siehst du, wie schwer ich es mit den Kindern habe? O: Du sollst mehr Geduld haben. A: Die Ourania ist besser als du! M: Gehe zu ihr, dann habe ich Ruh. A: Darf ich zu dir ziehen? O: Ja, aber noch nicht. Erst wenn du älter bist. A: Ich will jetzt. O: Erst wenn du deine Schule beendet hast. Dann darfst du meinen Sohn heiraten und zu mir ziehen. A: Ich will aber studieren, nicht heiraten! O: Du muß dich entscheiden. Entweder Mann, oder Studium. A: Beides! O: Geht nicht. A: Doch, ich kann einen Mann haben ohne zu heiraten! O: Nein Mädchen, hör auf mich, wenn du das tust, du wirst es schwer haben. M: Ja, frage sie, was sie alles durchgemacht hat, weil die erste Frau ihres Mannes ihm keine Scheidung gab. Das Gesetz hat sich erst in den letzten Jahren geändert. A: Es sollte keine Ehe geben! M: Und wie willst du Kinder kriegen? A: Man braucht keine Unterschrift dafür! Die Ourania hat auch Kinder. O: Ja, du sollst es aber nicht tun, es war ein Fehler. A: Hast du ihn geliebt? O: Ja. A: Dann, es war kein Fehler. Die Menschen die dich verurteilen sind falsch. Sie sind böse!

Die Ourania lacht. M: Jetzt wissen wir warum dein Sohn meine Tochter mag. Sie ist genauso verrückt wie du!

 

eine WAHRE GESCHICHTE                                  

                                   

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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