ATHENA GEGEN WILDSCHWEIN

Volos-Griechenland,  Sommer 1997

A: Athena

W: Wildschwein (Vangelis Forlidas geb. im August 1968)

Athena hat gerade einen Fehler gemacht. Sie hat mit diesem komischen Typ geschlafen. Etwas stimmt nicht mit ihm. Sie fragt sich, was. Er hat vielleicht schlechte Erfahrungen hinter sich. Sie hat schon mal gehört, dass junge Männer die schlechte Liebeserfahrung hatten, sehr verschlossen werden und keinen Spaß beim Sex haben können. Sie will ihm helfen.

A: Wer war deine erste Frau? Hast du eine Freundin gehabt, oder bist du ins Bordell gegangen? W: Warum willst du es wissen? A: Weil ich denke, irgendwas stimmt mit dir nicht.

Er will darüber nicht reden. Athena besteht darauf. Er sagt, sie wird es nicht glauben. A: Doch, sage es mir! W: Meine Mutter.

Athena lacht. Sie sagt, dass sie ernst mit ihm reden will und er soll keine Witze erzählen. W: Siehst du, ich habe es gewusst, dass du es mir nicht glauben wirst. A:Hör auf! W: Warum glaubst du es nicht? A: Weil, ich an deiner Stelle, das Elternhaus sofort verlassen hätte. W: Wieso? A: Weil es nicht normal ist. W: Doch, es ist normal.

Athena ist schockiert. Sie zieht sich schnell an. W: Was tust du jetzt? A: Ich gehe. W: Warum? A: Du erwartest doch nicht dass ich mit dir bleibe, wenn du sagst, dass deine erste Frau deine Mutter war und es für normal empfindest! Es ist krankhaft. Du brauchst eine Therapie und ich kann dir hier nicht helfen. Es ist zu viel für mich. W: Es war doch nur Spaß! A: Lügen mag ich auch nicht! W: Es war nur Spaß, nimm es nicht so ernst. A: Viel zu grober Spaß!

Das Wildschwein versucht nett zu sein und verspricht er ihr, dass er nie wieder grob sein wird. Athena ist jetzt beruhigt.

 

Volos-Griechenland, 2000

W: Du sollst heute ausgehen. Mit den Frauen. A: Sie haben sich nicht gemeldet. W: Ich habe es arrangiert. Ihr geht in den Lokal, wo die Musik für die Olympiade 2004 geübt wird. A: Woher weißt du es?  W: Ich weiß es, der Laden gehört dem Jannis Ioannidis. A: Und das Kind? W: Ich passe auf sie auf.

Athena geht hin. Sie setzt sich am Tisch. Ganz viele Frauen, nur Frauen! Sie kennt nicht alle. Sie fragt was da los ist. „Wir wollen keine Männer am Tisch“. Athena denkt, diese Frauen spinnen. Am Nebentisch sitzen die Männer. So ein Quatsch! Sie erkennt einen Bekannten, er hat sie gerade gerufen. Sie geht hin und sie redet mit ihm, sie wird aber von den Frauen gerufen, sie soll zurück. Später wird getanzt. Eine Blöde kommt auf sie zu und schubst sie die ganze Zeit. „Schon wieder eine Verrückte“! denkt sie. Sie geht zum Tisch. Die Musik ist super. Es wird viel getrommelt. Man hat ihr mal gefragt welches Musikinstrument sie am meisten mag und sie sagte, die Trommel.

In den frühen Morgenstunden, sie kommt nach Hause. Die Kleine ist unten bei der Schwiegermutter. Das Wildschwein sagt, sie war nicht ruhig und er brachte sie zu seiner Mutter. Sie holt das Kind. Die kleine jammert. Athena macht alles, was nötig ist. Sie prüft ob das Kind Durst oder Hunger hat, ob die Windel gewechselt werden soll, ob es ihr zu warm oder kalt ist, ob sonst was in der Kleidung des Kindes steckt und drückt oder pickt. Nichts. Die kleine hustet. Athena bringt das Kind in die IKA von N. Ionia –Volos. Sie wohnt in der Nähe. Die Ärztin untersucht das Kind und sagt, sie hat nichts. „Was heißt nichts? Sie jammert die ganze Zeit!“ Die Ärztin sagt, Babys jammern immer. Athena versteht es nicht. Die Ärztin fragt, ob sie das Kind allein gelassen hat, in der Nacht. Athena sagt, sie ist ausgegangen, aber das Kind war beim Vater. „Du darfst nicht ausgehen! Du bist eine Mutter!“ Athena sagt, sie ist länger als ein Jahr nicht ausgegangen und sie findet es nicht schlimm das sie mal rauskam. Ihr Mann hat es sogar arrangiert das sie ausgeht. „Ah so! Arrangiert hat er es auch noch! Du sollst das Ausgehen vergessen und bei deiner Tochter bleiben bis sie alt genug wird.“ Athena sagt, sie lebt im Jahr 2000. Sie fragt sich, wieso eine Ärztin so altmodisch sein kann. Als sie am Gehen ist, eine Hebamme redet mit der Ärztin. Athena hört nur einen Satz davon: „Sage es ihr!“ Und die Ärztin antwortet: „Und wer beschützt dann unsere Kinder?“ Athena geht nach Hause. Das Kind wird nicht ruhig. Am nächsten Tag, sie ruft eine Privatärztin. Sie untersucht das Kind. „Πυώδης αμυγδαλίτις! Du kaufst ein Antibiotikum, schnell, dass wir es weghaben! „ Athena ist empört. War die andere Ärztin so dumm? Die Privatärztin wirkt sehr besorgt. Sie sagt, Athena soll sehr gut auf das Kind aufpassen, sie soll es nie allein lassen.  Dann sie geht.

 

Erlangen, Winter 2001-2002

Das Wildschwein sagt, dass das Kind gewickelt werden muss. Athena schaut nach. Sie geht mit dem Kind ins Kinderzimmer. Das Wildschwein folgt. W: Zeig mal wo kommt ihr Urin raus? A: Hier. W: Und wo ist ihre Muschi? A: Auch da. W: Verstehe nicht. A: Nicht da, daneben. W: Zeig mal! A: Geht nicht. Sie ist noch zu klein, ihre Organe sind unreif, alles zu. W: Was meinst du? A: Stell dir eine Knospe vor. Eine junge Rose zum Beispiel. Hast du nicht in der Schule Anthropologie gelernt? Oh! ich habe es vergessen, du hast nur die Grundschule besucht.  Vielleicht kaufe ich ein Buch über die Anatomie des Körpers, dann siehst du es. W: Wo kommt der Penis hin? A: Spinnst du? Es geht gar nicht bei Kleinkindern! Sie überleben sowas nicht!

(Es gibt viele Menschen, die nicht wissen von wo der Urin der Frauen rauskommt. Im Herbst 2009 sagte eine Freundin zu Athena, der Urin käme aus der Klitoris. Athena hatte es geglaubt, sie dachte, sie erinnert sich nicht richtig an das, was sie in der Schule gelernt hat und irgendwas stimme bei ihr nicht. Dann, hat sie mehrere Seiten im Internet -hauptsächlich Wikipedia- besucht und stellte sie fest, dass nicht sie selbst, sondern die Freundin keine Ahnung hatte.)

Das Wildschwein redet zum Kind. W: Du sollst schnell wachsen! Ich werde die beste Nutte aus dir machen, damit du Geld nach Hause bringst. Aber du lässt keinen rein, zuerst der Papa!

Athena denkt, sie hört nicht richtig. A: Sag mal spinnst du? Was erzählst du da?

Das Wildschwein lacht. W: Du bist blöd!

Athena denkt, er macht viel zu grobe Witze schon wieder. A: Du bist unmöglich!

 

Erlangen, Frühjahr 2002

A: Athena

T: Athenas Tochter

(die Konversationen werden auf Griechisch geführt.)

Das Kind ist 2 Jahren und drei Monaten alt und verhält sich komisch. Sie schlägt zu. A: Wo hast denn du das gelernt? Nicht schlagen!

Die kleine schlägt wieder zu und schreit.  T: Aaaa!

Athena streichelt das Kind am Kopf. A: So ist gut. Lieb sein! Nicht schlagen.

Die Kleine streichelt die Athena am Kopf. A: Bravo!

Die Kleine schlägt wieder zu. Athena fängt das „Jammern“ an. A: Aouuuh! Du tust mir weh! Jetzt weint die Mama!

Die Kleine streichelt ihre Mutter wieder  am Kopf. Athena zeigt sich zufrieden. Sie gibt einen leichten schlag an das Bein des Kindes. Das Kind schaut sie überrascht an. A: So, ist schlecht! Nicht gut! Böse!

Athena streichelt wieder das Kind. A: Das ist gut, gut, gut!

Die beide üben das „Spiel“ ein paar mal. A: Jetzt kannst du Gut und Böse unterscheiden. Stimmt?

Das Kind nickt. A:Hast du jetzt verstanden? T: Taden! A: Bravo meine Puppe. Du bist eine Kluge!

Das Kind lächelt und umarmt die Mutter.

 

Sommer 2002

Das Wildschwein hat einen Spaziergang mit der Tochter gemacht. Er kehrt zurück. Die Kleine klammert sich an die Mutter und schlägt auf ihn zu. T:Böse! Weg gehen! Bist Böse!

 

September 2002

Athena macht sich Sorgen. Sie ist ständig unruhig. Sie beschäftigt sich mit Problemen, die ihr nicht erlauben das größte Problem zu sehen. Sie will sich vom Wildschwein trennen, sie hat auch eine Arbeit gefunden. Das Kind hat einen Kratzer am Hals und sagte, dies habe der Papa mit dem Messer getan. Athena will es nicht wahrhaben. Sie hat sich gerade hingelegt um zu schlafen, das Wildschwein liegt natürlich auf dem Sofa. Er schaut sich schon wieder Pornofilme an. Wer hat es schon nicht getan? Aber Athena denkt, wenn er mit so was übertreibt, dann hat er ein Problem und braucht Therapie. Das Wildschwein will davon nichts hören, also, Athena kann nichts mehr für ihn und ihre Ehe tun. Vorbei! Die Kleine jammert. Athena geht ins Kinderzimmer, die Kleine will zu ihr. Das Kind hat früh genug gelernt im eigenen Bett zu schlafen, aber die Athena will auch Rücksicht auf die Gefühle des Kindes nehmen. Manche Menschen behaupten dass die Kinder nie bei den Eltern schlaffen dürfen, die Athena denkt, diese Menschen sind bescheuert. Immer bei den Eltern zu schlafen, findet sie es aber auch nicht richtig. Sie glaubt, in solchen Situationen ist es immer wichtig, das Gleichgewicht zu erhalten. Sie nimmt das Kind mit zu Bett, damit sie sich beruhigt. Die Kleine umarmt die Mutter und verpasst ihr einen Zungenkuss! Athena ist schockiert. Wo kann ein Kleinkind so was lernen? Vom Fernseher? Nur durchs Schauen die Praxis automatisch können? A: Ja, meine Puppe, ich hab ´dich auch lieb, du sollst jetzt schlafen.

Athena schläft die ganze Nacht nicht, sie ruft am nächsten Tag ihre Schwester an, die in Griechenland wohnt.

A: Unglaublich was er tut! Ich glaube, ich spinne!

Die Schwester fliegt nach Deutschland, sie erfährt vom Kind einiges, was die Mama, bzw. die Athena, nicht erfahren durfte. Der Papa, bzw. das Wildschwein, erlaubte dem Kind nicht, darüber zu reden. Frauen und Kind gehen zu Polizei, sie werden Stunden lang vernommen, das Wildschwein wird festgenommen, ist er aber am nächsten Tag auf freiem Fuß wieder. Er darf aber nicht wieder in die Wohnung, er wird rausgeschmissen.

Die Schwester sagt, als ihr Mann zusehen musste, wie sie mit Schwung ihre Sachen einpackte um nach Deutschland zu fliegen, sagte er: „Die Kavallerie kommt!“ Athena, findet es im Moment nicht witzig.

Winter 2002-2003

Athenas Mutter ist da. Sie passt auf das Kind auf und die Athena geht arbeiten. Dem Kind geht es blendend, Athena macht sich Sorgen. Das Wildschwein hat mal ihr gesagt, er wird ihr das Kind wegnehmen und sie wird es nicht wieder sehen. Es wird jetzt „Krieg“ geben. Athena wird ihre stärkste Waffe einsetzen: Ihr Gehirn. Sie weiß, alle Probleme haben ihre Wurzel in der Vergangenheit. Sie muss die Vergangenheit durchsuchen. Ihre, aber auch die Vergangenheit des Wildschweins. Er hat auch die australische Staatsangehörigkeit.

Im Moment ist Besuch da. Ein Ehepaar, alte Freunde aus Bamberg.

A: Athena

M: Athenas Mutter

A: Wenn er es wagt dem Kind nahe zu kommen, ich werde ihm den Schw*nz abhacken! M: Du spinnst! A: Ja! Und wenn er nicht abzieht, werde ich noch mehr „spinnen“! M: Du kannst nichts beweisen. A: Dies, ist die Arbeit der Polizei. M: Du denkst die Polizei kümmert sich um dein Kind? Sie haben wichtiges zu tun. Die Welt ist korrupt. Sei froh dass nichts Schlimmes passiert ist. A: Soll ich hier sitzen und abwarten dass er das Kind umbringt? Oder das er sie vergewaltigt? Wenn ich ihn umbringe, dann wird die Polizei genug Beweise haben! M: Du sollst es aber nicht tun, weil du die Kleine großziehen muss. A: Dann töte ihn! Du bist alt, du wirst anders behandelt. M: Nein, er wird irgendwann aufgeben. A: Wenn er nicht aufgibt, ich mache ihn fertig! Ich schwöre! M: Du spinnst! Leute, ich habe Angst, wenn er kommt, sie wird es vielleicht tun! A: Ich werde ihm den Schw*nz abhacken und ihn ihm füttern! M: Eine Frau hat es mal getan. A: Waaaas?  M: Das, was du gerade sagst. Sie hat einen Mann auf diese Weise bestraft.  A: Was hatte er getan? M: Er hatte eine Jugendliche vergewaltigt. Ihre Mutter, hackte ihm den Schw*nz ab. A: Wer ist diese Frau? Ich will gratulieren. M: Sie lebt nicht mehr. A: Schade! Warum hat sie ihn nicht angezeigt? M: Damals herrschte Krieg. Was denkst du jetzt? Ist sie in die Hölle gegangen? A: Im Gegenteil. Sie ist im Paradies! Sie hat dadurch viele andere junge Menschen beschützt. M: Gehe in die Küche, schau ob das Essen fertig ist.

Athena geht in die Küche. Als sie zurückkehrt, ihre Mutter redet mit den Freunden:

M: Dann, sie ging zum Pfarrer um zu beichten. Sie bedeckte sich, damit der Pfarrer sie nicht erkennen kann. Später, kamen die Nazis und zogen alle Männer aus den Häusern und wollten sie umbringen. Der Pfarrer sagte dass es eine Frau war, um die Männer zu retten. Sie wollten wissen welche Frau es war, aber der Pfarrer wusste es nicht. Dann, töteten sie den Pfarrer. Sie hat danach ganz schlimme Flüche ausgesprochen.

A: Worüber redest du jetzt? M: Über deine Oma. Aber jetzt, wechseln wir besser das Thema .

 

Athena denkt heute darüber nach: „Menschenherz und Meeresboden sind unergründlich“. Eine jüdische Weisheit.

Stelios Letsas sagte mal zu ihr, dass Mark Raymond mit Polizisten befreundet ist. Vor einigen Monaten verschickte sie wieder SMS an Mark: „Mark, sage den Bullen, sie sollen ihre Ärsche bewegen und ihre Arbeit richtig machen!“

 eine WAHRE GESCHICHTE

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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