Die Verlobung

Glyfa-Griechenland 1982

Hr. Oikonomou kommt in den Laden. Er ist Schmuckhändler. Athenas Vater kommt auch.
Papa: Komm Athena, wir werden dich verloben. Athena: Mama! Er will mich verloben. Schwester: Warum? Du bist noch zu jung! Papa: Janna, sei nicht neidisch. Mama: Was ist los? P: Der Sohn eines Freundes ist verrückt nach ihr geworden und wir wollen ihn beruhigen. M: Wie denn? P: Wir sagten dass wir die beiden verloben werden. A: Ich will nicht! P: Spinnst du? Schwester: Ahahahahaaa!!!! Sie wollen dich verarschen! (die Schwester verschwindet hinter eine Tür) M: Stergio, bist du verrückt geworden? Du willst deine Tochter mit der Luft verloben? Wo ist dieser Junge? P: Egal. A: Ich kenne ihn doch gar nicht! P: Doch, du kennst ihn. A: Und wer ist er bitte? P: Kannst du dich an die deutsche Zwillinge erinnern? A: Sie existieren doch nicht! Sie waren meine Fantasie. P: Wer sagt es? A: Papa! Du hast es mir gesagt! P: A! Ja, stimmt. Trotzdem, du sollst den Ring tragen. A: Warum? Dann denkt jeder dass ich verlobt bin. Ich will nicht. P: Du sollst ihn tragen damit wir dich finden können falls dir etwas passiert. M: Dein Vater hat schon wieder angefangen Blödsinn zu erzählen. A: Ist es wie mein Armband, das ich seit meiner Taufe habe? Wo mein Name drauf steht? P: Ja. A: Aber hier steht ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΣ. Ich heiße ΑΘΗΝΑ. P: Du sollst dann den anderen Ring tragen. Sie sind gleich groß. Hat er dünne Finger? Zeig mal deine Hand. Deine Finger sind dick! Was bist du für eine Frau? (Athena fühlt sich beleidigt) A: Ich bin besser als Frau und besser als Mann! P: Ja, ja, so wie du dich benimmst, keiner hält was von dir. A: Doch, mich mögen viele Menschen. P: Meine deutsche Freunde, sind anderer Meinung. A: Mama, hörst du was er sagt? M: Zum Teufel deine Freunde! P: Wenn du so redest, sie werden niemals zulassen dass er die Athena zu Frau nimmt. M: Sehr witzig! Wenn sie keinen Respekt vor uns haben, wir wollen es gar nicht! A: Wieso fragt mich keiner? P: Du bist noch jung.
Athena ist frustriert. Einerseits jung, anderseits alt genug um sie mit der Luft zu verloben! Ihr Vater spinnt doch!
Sie trägt trotzdem diesen Ring. Ihre Mama sagte, er ist aus Silber, der Papa sagte nein, er ist aus Weißgold. Die Mama bestritt es. Dann sagte der Papa, dass er doch aus Silber ist.

Als sie am Weihnachten 1982 in Xanthi die Fam. Avramidis besuchte und dort einen jungen Mann kennenlernte, er nahm ihr den Ring weg.
Junge: Wenn du nicht verlobt bist, warum willst du mir diesen Ring nicht schenken? Athena: Er ist wie ein Ausweis. Mein Name steht drinnen. J: Ich möchte ihn haben, damit ich dann an dich denke, wenn ich in Athen bin. A: Und was bekomme ich von dir? J: Was möchtest du haben? A: Das, was du am Hals trägst. Das Torpedo. J: Nein, es geht nicht, mein Vater gab es mir und ich darf es nicht verlieren. A: Dann gebe ich dir den Ring nicht. J: Hier, du kriegst diesen Ring von mir. A: Aus bunten Plastikperlen? Solche kann ich jeder Zeit finden. Meins, ist mehr wert. Aus Silber.
Er verspricht ihr, ihr auch einen Ring zu kaufen, sobald er nach Athen geht. Er bekommt von ihr den Ring. Sie wollen zusammen Silvester feiern, aber nachdem am nächsten Tag Frau Avramidis ein paar Telefonate bekommt, (klar, der Vater des Stelios war Offizier) die Athena wird belogen. Fr. Avramidis sagte ihr, es werde einen Streik geben und werden bald keine Busse fahren, sie müsse deswegen nach Glyfa zurück. Die Athena soll Silvester in Glyfa feiern.

Athena fährt zurück nach hause.

Um 00.00 Uhr sie geht aus dem Cafe ihres Vaters hinaus und sie sitzt ganz alleine. Sie betrachtet den Himmel und sie hat schlechte Laune.

Irgendwas läuft schief in ihrem Leben. Was denn? Wer ist daran schuld? Sie denkt: Eines Tages werde ich es herausfinden und mich rächen!
Der junge Mann, der ihr den Ring wegnahm, sagte, er hieße Dimitris, aber Athena weiß heute, es war gelogen. Stelios wusste über ihren Besuch nach Xanthi, dort hatte er sie kennengelernt. Athena lernte dort mehrere Leute kennen, die mit Stella befreundet waren. Wenn der Mann der ihr den Ring wegnahm nicht der Stelios Letsas war, wer dann??? Athena ist Gesichtsblind und ihre Mitmenschen schäbig genug, darum sagen sie ihr nicht die Wahrheit.
Athena weiß heute, die Freunde ihres Vaters aus Deutschland, sind ganz schlimme Rassisten. Nicht alle, aber fast alle. Paradox ist, dass es unter diesen Menschen, auch deutsche Juden gibt. Und Stelios Letsas ist griechisch-jüdisch. Die Familie ihrer Mutter, hat im zweiten Weltkrieg Widerstand geleistet, während die Familie ihres Vaters sich dem Faschismus vorbeugte. Aber die deutsche Juden haben sich Athena und ihrer Mutter gegenüber absolut schlecht verhalten. Heute Athena denkt, diese deutsche Juden, sind undankbar!

eine WAHRE GESCHICHTE

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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