Paulos Sidiropopulos

Das „Zukunftslied“

Volos-Griechenland Ende der 70er

Die kleine Athena geht aus dem Haus. Der Weg dort wo sie wohnt hat noch keinen Asphalt, in der Nähe es gibt viele unbebaute Grundstücke, Kinder können gut spielen.

Ein paar Jungs aus der Nachbarschaft sind auch dort. Freunde von ihnen sind auch dabei. Sie sind viel älter als sie.

Ein junger Mann, hat seine Gitarre dabei und spielt er Musik. Er ist ein Hippie! Athena freut sich. Sie mag Hippies. Sie will auch Musik lernen. Er sagt, es ist einfach. Sie wollen zusammen ein Lied komponieren. Athena fängt an zu hüpfen. Paulos sagt, sie soll etwas erzählen, egal was. Athena fragt sich was sie denn erzählen soll. Er spielt mit seiner Gitarre. Er meint, alles ist schon gesagt worden, sie soll sich etwas neues ausdenken. Es muss ein Lied für die Zukunft werden. Ok, Athena behauptet in die Zukunft „sehen“ zu können und sie erzählt Geschichten.

Papa kommt in seinem Auto. Er sagt zu Athena, sie soll ins Haus. Athena sagt, jetzt geht es nicht, sie machen Kunst. Papa geht ins Haus. Einige Minuten später kommt die Mama und sagt, Athena soll ins haus gehen, um zu essen. Athena will nicht essen. Die Mama sagt, sie darf später wieder hinaus. Paulos sagt zu Athena, sie soll gehen und nach dem Essen, sie machen mit dem Lied weiter. Er muss auch essen gehen. Seine Freunde sind schon nach hause gegangen und er muß auch hin.

Sie geht ins Haus. Papa jammert. Er sagt, Athena sei zu jung, sie soll keinen Kontakt zu älteren Jungs haben. Die Mama sagt, sie kennt diese Jungs. Sie sind sehr nett und sie machten niemals Probleme. Papa sagt, dieser sei doch ein Hippie! Die Mama erwidert, junge Leute sind immer anders, es ist normal. Paulos sei ein guter Junge, sie hat vorhin mit ihm geredet. Papa sagt, er provoziert mit seiner Musik. Wenn er so weiter macht, „μιά μέρα θα τον φάνε“. Mama will wissen was er damit meint. Er sagt, „Θα τον καθαρίσουν“ was bedeutet, er wird umgebracht. Mama sagt zum Papa, er sei verrückt. Papa erwidert: „Ich bin verrückt? Eines Tages du wirst es sehen!“ Mama will wissen wer so etwas tun wurde. Papa sagt: „Wer hat das Kommando hierzulande?“  Mama sagt, dieser Junge ist harmlos. Sie wirkt aber besorgt. Papa isst und Athena wartet ungeduldig bis er wieder geht. Er ist selten zu Hause, er jammert immer und dann, er geht wieder. Sobald er geht, gibt es Ruhe.

Später, Athena geht wieder hinaus. Paulos kommt wieder und sie arbeiten an das Lied weiter. Er hält ein Heft in der Hand und er schreibt den Text.

Mama kommt. Sie sagt er soll näher treten, sie will kurz mit ihm reden. Die Athena darf nicht zuhören. Athena wartet in fünf Meter Abstand. Irgendwann wird sie ungeduldig. Sie nähert den beiden. Sie hört Mamas Wοrte: „Ich will dich nicht wegjagen junger Mann, ich kann euch junge Leute sehr gut verstehen. Ich meine es gut mit dir. Es geht um deine Sicherheit. Bleib bitte fern von uns.“ Paulos ist damit einverstanden. Mama sagt zu Athena, sie dürfen dieses Lied zu Ende machen, dann muss sie aber wieder ins Haus.

Mama geht ins Haus. Die beiden machen weiter.

Irgendwann ist die Athena mit einer Formulierung nicht einverstanden. Sie sagt, man darf nicht schlecht über einen alten Mann reden. Paulos sagt, es sind nicht seine eigene Äußerungen. Falls er gefragt wird, er wird diejenigen die so schlecht reden, verpfeifen! Athena glaubt zu wissen, welche Menschen er meint. Manche bösen Frauen! Sie hat ihre Äußerungen auch gehört.

So, macht man kluge Musik. Man singt über das Unheil. Aha! Paulos ist genial! Athena freut sich.

Athena hüpft weiter und singt mit ihm zusammen. Plötzlich sie bleibt stehen wie versteinert. Er will wissen was los ist. Athena hat sich an die böse Frau erinnert, die Gift in die Infusionsflasche des alten Mannes einreichte. Nachdem er starb, kam Athenas Oma aus Mazedonien nach Volos in Thessalien, und sie weinte unaufhörlich. Sie war trostlos. Sie sind tatsächlich so gefährlich, wie der Papa sagt! Athena sagt: „Versteck dich! Du wirst sterben! Schnell! Schnell! Versteck dich!“ Paulos nimmt ihre Ängste nicht ernst. Er lächelt. Er schreibt die letzten Zeilen zu Ende, sonst vergisst er sie. Athena hüpft weiter und sie singen ein letztes Mal das ganze Lied. Paulos verabschiedet sich von ihr, er steht auf und geht. Athena jammert: „lass mich nicht allein, lass mich nicht allein…“ Paulos lacht und notiert es auch in seinem Heft. „Tschüss!“

Athena hatte inzwischen sogar seine Existenz vergessen. Doch, sie erinnerte sich wieder an ihm, durch seine vielen YouTube Videos die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden.

Sie erfuhr dass er inzwischen tot ist. Als sie einen Internet-Kontakt fragte wie er verstarb, sie erhielt die Antwort: „An Drogen“.

eine WAHRE GESCHICHTE

Paulos Sidiropoulos war ein sehr lieber Mann mit starkem Charakter. Ich glaube nicht, dass er durch Selbstverschulden an Drogen verstarb. Wo waren Kalomoira Kontou und ihre Stiefmutter am Tag seines Todes?

Über mondfee1967

nicht kontrollierbar Ich habe mehr als hundert Blogeinträge veröffentlicht und damit einen "Spiegel" erstellt, in dem man das wahre Gesicht unserer Gesellschaft sehen kann.
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